Pflege des Hundes

Sauberkeit   und   Hygiene

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Wie für den Menschen, so sind auch für den Hund Sauberkeit und Körperpflege Garanten für Gesundheit und langes Leben. Zu den unabdingbaren Voraussetzungen für die Körperhygiene des Hundes gehört, dass er regelmäßig gebürstet und gebadet wird und dass die verschiedenen Körperpartien gereinigt und saubergehalten werden.

Einige Pflegemaßnahmen müssen täglich, andere wöchentlich und wieder andere monatlich durchgeführt werden. Nicht vergessen sollte man, dass auch der nötige Auslauf ein Teil der Körperpflege des Hundes und für seine Gesundheit unbedingt notwendig ist.


Das Bürsten

Ein Pudel muss zwei- oder dreimal wöchentlich gebürstet und jeden Monat oder jeden zweiten geschoren werden. Das Bürsten dient dazu, Staub, Schmutzreste oder Verunreinigungen, tote Haare und Schuppen zu entfernen.

Man bürstet immer vom Kopf zum Schwanz und vom Rücken zum Bauch. Zunächst bürstet man den Hund kräftig vom Kopf zum Schwanz, immer in der selben Richtung, dann an den Seiten und schließlich an den Beinen. Dabei sollte man darauf achten, dass man nicht das Unterhaar entfernt. Durch regelmäßiges Bürsten wird auch die Haut massiert; diese Massage fördert die Durchblutung der Haut und stärkt die Abwehr gegen Infektionskrankheiten.


Das Baden

Man kann einen Hund bereits im Alter von etwa drei Monaten baden, was vor allem dann zu empfehlen ist, wenn er aus einem Zwinger kommt. Dabei sollte die Zimmertemperatur mindestens zwanzig Grad betragen. Grundsätzlich sollte man seinen Hund so selten wie möglich baden. Pudel, die viel im Freien und daher abgehärtet sind, sollte man in der warmen Jahreszeit lieber in saubere Gewässer springen lassen, anstatt sie zu baden.

Ist das Baden unumgänglich, so sollte man den Hund vorher bürsten und kämmen. Mit 35-40 Grad warmem Wasser macht man den Hund zunächst völlig nass und reibt ihn dann mit einem speziellen Hundeshampoo ein, das Wirkstoffe gegen Parasiten enthält. Es gibt Mittel gegen fette Haut und schwefelhaltige gegen Schuppenbildung. Auf keinen Fall jedoch darf man Shampoos, die für Menschen bestimmt sind, oder gar Kernseife verwenden. Beim Einschäumen des Hundes muss man darauf achten, dass kein Shampoo in die Augen und Ohren des Hundes kommt. Besondere Aufmerksamkeit sollte man den Beinen und Pfoten widmen, und die Zwischenräume zwischen den Zehen und Krallen möglichst mit einer weichen Bürste reinigen. Danach spült man den ganzen Körper gründlich mit klarem Wasser ab, sodass keine Shampooreste überbleiben. Gegebenenfalls wiederholt man das Einschäumen und Ausspülen.

Auch durch spezielle Hundeshampoos wird der Säurefilm der Haut zumindest angegriffen und die Haut für das Eindringen von Bakterien geöffnet. Darum empfiehlt es sich, zum Schluss schwach saures Wasser über den Hund zu gießen und auf ihm zu verteilen. Dazu mischt man in einen Liter Wasser eine Tasse gebrauchsfertigen Essig. Nach dem Abspülen nimmt man den Hund aus der Badewanne, trocknet ihm mit einem warmen Handtuch gut ab und frottiert ihn kräftig. Nach dem Bad muss man aufpassen, dass der Hund sich nicht erkältet. Selbst wenn das Tier schon trocken scheint, ist es noch empfindlich gegen Kälte. Vor allem in der kühleren Jahreszeit muss man ein Paar Stunden warten, bis man mit dem Hund wieder rausgehen kann und sollte ihm eventuell einen Mantel oder eine Wetterhaut überziehen.


Die Ohren

Die Ohren des Hundes müssen jede Woche kontrolliert werden. Zum Sauberhalten gibt es spezielle Ohrreinighungsmittel für Hunde ,die nur in die Ohren, d. h. in den äußeren Gehörgang gesprüht werden und die den Schmutz selbsttätig auflösen. Die Hunde schütteln anschließend alles heraus. Keinesfalls sollte man mit Wattestäbchen, Wasser oder Seife an die Ohren des Hundes gehen.

Beobachtet man, dass der Hund oft den Kopf schüttelt oder sich an den Ohren kratzt, und entdeckt man schmerzlichen Grind in den Hundeohren, so hat das Tier die Ohrenräude und bedarf tierärztlicher Behandlung. Auch bei schlechtem Geruch, einer bräunlichen oder weißlichen Flüssigkeit, die sich trotz aller Pflege nicht entfernen lässt, sollte ein Tierarzt konsultiert werden. Im Sommer können sich Grannen tief im Gehörgang festsetzen, was für den Hund sehr schmerzhaft ist; darum muss man sie möglichst schnell entfernen lassen.


Die Augen

Mindestens einmal pro Woche sollten mit einem Zellstofftuch die Absonderungen in den Innenwinkeln der Augen entfernt werden. Bleicht ständiger Tränenfluss die Fellhaare unter den Augen aus, sollte man einen Tierarzt aufsuchen.

Die Zähne

Der Zustand der Zähne sollte ebenfalls einmal pro Woche überprüft werden. Wenn der Hund es sich gefallen lässt, kann man versuchen, die Zähne mit einem in doppeltkohlensaures Natron oder in Zitronensaft getränkten, feuchten Tuch abzureiben. Es gibt auch spezielle Zahnpasta für Hunde (!). Der Feind des Hundezahns ist Zahnstein, der nach und nach die Backen- und Fangzähne bedeckt, schlechten Mundgeruch verursacht, Zahnfleischentzündungen begünstigt und zur Paradontose führt. Darum sollte man, sobald sich Zahnstein zeigt, zum Tierarzt gehen.


Die Krallen

Wenn der Hund täglich auf hartem Boden läuft, nützen sich seine Krallen auf natürliche Weise ab und werden immer die richtige Länge haben. Hat er aber nur wenig Auslauf und bewegt sich hauptsächlich auf Teppich, dann muss man darauf achten, dass die Krallen nicht zu lang werden. Das Krallenschneiden sollte man lieber einem Tierarzt überlassen, denn die Gefahr, dass man Weichteile verletzt und es zu Blutungen kommt, ist vor allem bei dunklen Krallen sehr groß, da man hier - im Gegensatz zu hellen Krallen - nicht erkennen kann, wo die Weichteile beginnen. Auch die Wolfsklauen müssen monatlich überprüft werden. Will man Krallen und Wolfsklauen selbst schneiden, so benötigt man eine Spezialzange. Hat man trotz aller Vorsicht die Weichteile verletzt, muss man die Wunde gründlich desinfizieren.


Die Pfoten

Die Pfoten müssen oft gereinigt werden, bei schlechtem Wetter oder Schnee täglich. Überprüfen muss man, ob sich nicht kleine Steine zwischen die Ballen geschoben haben, oder ob Kaugummi an den Sohlen klebt. Leckt sich der Hund stundenlang die Pfote, so muss man auch zwischen den Zehen nachsehen, was ihn stört und es entfernen.


Die Körperhygiene

Wichtige Bestandteile der Körperhygiene des Hundes ist regelmäßige Bewegung. In der Stadt kann er sich auslaufen, wenn er wenigstens drei- bis viermal auf die Straße kommt, um seine Notdurft zu verrichten. Mindestens einer dieser Spaziergänge sollte länger als eine halbe Stunde dauern. Im Allgemeinen empfiehlt es sich nicht, den Hund zu sehr von der Luft abzuschirmen. Ist er Witterungsbedingungen jeder Art ausgesetzt, wird er abgehärtet und seine Infektionsabwehr gestärkt.

Aber auch außerhalb der Stadt sollte der Hund mindestens einmal am Tag von einem Familienmitglied ausgeführt werden.


Die Fellpflege

Die Fellpflege soll die Schönheit des Hundes zur Geltung bringen. Zu den Pflegemaßnahmen gehören die Schur, sowie das Trimmen oder Ausdünnen der Haare mit der Hand oder einem kammartigen Trimmmesser. Grundsätzlich kann man seinen Hund selber zurechtmachen. Will man ihn auf einer Ausstellung zeigen, so sollte man ihn von einem Fachmann verschönern lassen.


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