Informationen über das Barfen und die natürliche Ernährung und Rohfütterung von Hunden und Katzen Immer mehr Hunde, Katzen und auch andere Haustiere leiden an verschiedensten Zivilisationskrankheiten. So finden wir mittlerweile viele bisher nur von Menschen bekannte Erkrankungen auch bei unseren Haustieren. Viele Tierhalter klagen bei Ihren Lieblingen über Allergien, Darmerkrankungen, Fell- und Hautprobleme, über Erkrankungen des Skeletts und der Gelenke, erhöhte Anfälligkeit gegenüber Infektionen u. V. m. Hinter Allem steckt weniger die Tatsache, wie oft behauptet, dass unsere Haustiere "kaputt gezüchtet" sind, sondern viele dieser Probleme haben Ihre Ursache in Fehlernährung und schlechtem bis ungeeignetem Futter. Die Lösung dieser Probleme liegt fast immer in einer Umstellung der Fütterung auf die natürlichen Futterstoffe und die Rohfütterung - das "BARFEN".
Wir füttern jetzt hauptsächlich „ROH“ Vorteile, Kein übler Mundgeruch Kein Zahnstein Weniger Parasiten Starkes Immunsystem Kleinere Kotmengen Starke Bänder und Sehnen Bessere Muskulatur Weniger Wachstumsprobleme Schönes, glänzendes, gesundes Fell Durch getreidefreie Fütterung Erleichterung bei arthritischen Erkrankungen Keine Konservierungsstoffe, Farbstoffe, oder unerwünschte Zusatzstoffe Was brauchen Sie? Günstig wäre ein Standmixer oder eine Moulinette damit das Gemüse püriert werden kann, denn nur so kann es vom Hund verwertet werden. Weiterhin sind eine Geflügelschere und eine gute normale Schere zu empfehlen, alles andere hat man eh in der Küche. Der Futterplan Wir halten es so dass ein Welpe bis zum Alter von 4 Monaten noch täglich drei Mahlzeiten bekommt mit einer nächtlichen Pause von ca. 12 Stunden. Bis etwa zum zwölften Lebensmonat bekommen unsere Halbstarken zwei Mahlzeiten. Die meisten Hunde vertragen eine Fütterung, die zwei Mahlzeiten vorsieht, besser. Bitte achten sie darauf dass dem Pudel immer frisches Wasser zu Verfügung steht. Da nicht jeder rohes Fleisch leiden kann, bekommen unsere kleinen ab der 8.-9. Woche ein Art Trockenfutter, das aus 70% Fleisch besteht. So haben Sie die Wahl! Einführung Damit ihr Pudel ordentlich heranwächst und gesund bleibt, muss er gutes, vitales Futter bekommen. Vital im Sinne von lebend, frisch, nicht tot gekocht ! Es ist nicht so schwer, einen Hund gesund zu ernähren, man braucht dazu nur gesunden Menschenverstand und ein wenig theoretisches Wissen. Nun ja und ein dickes Fell, was die Argumente mancher Freunde, Bekannte und der meisten Tierärzte angeht. Werfen Sie nun erst einmal das Vorurteil über Bord, dass das Futter für den Hund jeden Tag ausgewogen sein muss. Kein Mensch kennt seinen eigenen persönlichen Nährstoffbedarf, rechnet sich das auf den Tag aus, kauft dementsprechende Lebensmittel und füllt die fehlenden Komponenten auf. Oder machen Sie das? Das Futter des Hundes sollte über 4 Wochen alles enthalten, was der Hund braucht, damit es nicht zu Mangelerscheinungen kommt. Daher ist es wichtig, dass man abwechslungsreich Füttert, einfach alles, was der Pudel mag (selbstverständlich nur von den Nahrungsmitteln, die für Hunde geeignet sind). Von Natur aus – der Abstammung vom Wolf zufolge –ist der Hund ein Beutetierfresser und darauf ist die Rohfütterung aufgebaut. Hierbei wird versucht das Kleintier, welches der Wolf in der Natur erlegen würde, möglichst genau zu imitieren. ROH ? Ja sicher, hätten Sie sich für ein Zwergkaninchen als Hausgenossen entschieden, kämen Sie wohl auch nicht auf die Idee Gras, Löwenzahn und Gurke zu kochen. Zoos und Zirkusse füttern ihre teuren Tiere auch mit rohem Fleisch, viel Obst und Gemüse und werden schon wissen warum. Was kann man füttern? RIND: Muskelfleisch, Herz, Milz, Niere, Pansen, Blättermagen, Leber, Schlund, Kopffleisch, alle fleischigen Knochen, insbesondere die weicheren LAMM: wie Rind, jedoch nicht Magen HUHN: Hälse, Rücken, Flügel immer nur roh- Hinweis- Hühnerknochen sind nur im gekochten Zustand gefährlich, da sie durch das Kochen spröde werden und splittern, also NIE GEFLÜGELKNOCHEN IN GEKOCHTEM ZUSTAND FÜTTERN FISCH: ganze Fische immer roh EIER: mit Schale- roh INNEREIEN: nur ein-zweimal pro Woche LEBER: nur ca. 10 g per Kilo Hund PANSEN / BLÄTTERMAGEN: ein-zweimal pro Woche KANINCHEN, WILD, HAMMEL, PFERD, KEIN SCHWEINEFLEISCH Das Fett, was zum Teil am Fleisch ist, bitte nicht abschneiden, es liefert die nötige Energie für den Hund. Allerdings sollte auch nicht zuviel Fett verfüttert werden, weil dies die Sättigung fördert und der Hund nimmt unter Umständen nicht genügend Nährstoffe auf. Erfahrungsgemäß ist es so das die meisten Hunde Geflügelleber nicht so sehr mögen, dann sollte man auf Rind ausweichen oder die Geflügelleber anbraten oder mit dem Gemüse pürieren. MILCHPRODUKTE: Hüttenkäse, Joghurt, Buttermilch, Ziegenmilch, Dickmilch GRÜNES GEMÜSE: Rucola, Feldsalat, Löwenzahn, Spinat. GEMÜSE: Karotten, Zucchini, Keimlinge, Fenchel, HINWEIS: Mittlerweile bin ich dazu übergegangen Karotten nur noch gekocht (nicht verkocht) zu verfüttern. Zum einem kommen dadurch bestimmte Inhaltsstoffe besser zum Einsatz und zum anderen werden sie generell besser verwertet. Damit es etwas schneller geht nehme ich sehr oft, besonders für die kleinen Babygläschen. Bei Kohlsorten nicht zuviel, sie können Blähungen hervorrufen. Wenn der Hund Kohl nicht so gerne mag ein bisschen Kümmel mit pürieren. HINWEIS: rohe Kartoffeln, Tomaten, Peperoni, Auberginen, Avocados und Zwiebeln keinesfalls Füttern. OBST: keine Einschränkungen. Südfrüchte bitte nicht in großen Mengen verfüttern, da dies zu Durchfall führen kann. FISCH: jede Sorte aber nur roh Um machen Gemüsesorten aufzupeppen kann man Ölsardinen ein bisschen daruntermischen, das Öl aber abgießen. ÖLE: Fischöl, Distelöl, Leinsamenöl, Lebertran- 1-2 mal pro Woche- vor allem im Winter und Nässezeiten. Zusammenstellung Die rohen, fleischigen Knochen können Sie ihrem Pudel im Stück geben, aber achten Sie darauf das er so groß ist das er sich nicht verschlucken kann. Beim Welpen sind große Knochen wie z.B. Gelenkknochen sehr gut geeignet oder ein großer Truthahnhals in 10cm Stücke gehackt. Das hat zwei entscheidende Vorteile, es schont die Einrichtung –Welpenzähne können grausam sein – und der Kiefer und die Zähne werden gekräftigt, beansprucht und der wünschenswerte Effekt ist der, dass der Zahnstein auf ein Minimum reduziert wird. Eine Gemüsemischung können Sie einmal pro Woche zubereiten und dann portionsweise einfrieren. Sie brauchen dann zum Füttern nur noch Fleisch oder Fisch aufschneiden und vermengen dies mit der folgenden Gemüsemischung. 125g grünes Gemüse fein püriert 250g Gemüse fein püriert 125g Obst fein püriert 1 Eidotter roh mit Schale ( die Schale muss so fein wie Pulver sein) am besten mit einem Mörser oder einer Kaffeemühle) 5 TL Sonnenblumenkerne ½ Knoblauchzehe 2 TL Seealgenmehl oder Kräutermischung Hinweis: Zum Einfrieren eignen sich Eierverpackungen, die man mit Frischhaltefolie auslegt, dann die Mischung einfüllt und wenn der Spaß gefroren ist, hat man handliche Portsiönchen. Sie können auch fertiges Gemüse für Hunde kaufen, das man dann nur mit heißem Wasser ca. 20-30 Minuten weichen lässt und es dann unter das Fleisch mischt. Gut zu füttern ist grüner Pansen oder Blättermagen, d.h. der ist ungereinigt (mit weißem brauchen Sie gar nicht anzufangen, der hat kaum Nährwert) und braucht kein Gemüse als Zugabe. Grüner Pansen hat ein gutes Kalzium-Phosphor- Verhältnis. Öl (vorzugsweise kaltgepresst und verschiedene Sorten im Wechsel, Borretschöl, Leinsamenöl, Schwarzkümmelöl, Distelöl, Rapsöl, Velcote (eine Ölmischnung speziell für Hunde), Lachsöl, als Ersatz für Fischöl kann man auch eine klein Ölsardine nehmen. –Öl aber abgießen. Knoblauch kann man auch als Knoblauchgranulat kaufen und daruntermischen. Bitte nicht zuviel, denn es senkt den Blutdruck und manche Hunde können das nicht sehr gut vertragen. Seealgenmehl enthält jede Menge Mineralstoffe und Spurenelemente Ich kaufe es frisch beim Thailänder und mahle es selber fein. Ein prise jeden Tag übers Essen. Nicht zuviel, da es jodhaltig ist. Bei 5kg Hund maximal ein Teelöffel pro Tag. Sowie auch die fertigen Kräutermischungen für Hunde. Muschelmehl in der Zeit des Wachstums.Ich nehme Blattgelatine die man zum Kuchen backen nimmt. Ist natürlich und sehr wirksam. Samen und Nüsse (Sonnenblumenkerne ohne Schale, Kürbiskerne, Sesam, Leinsamen, Kümmel in ganz geringer Menge liefern jede Menge ungesättigte Fettsäuren. Damit sie vom Hund verwertet werden können, müssen sie zerkleinert werden. Dafür am besten eine Kaffeemühle. Keime und Sprossen (Kresse, Leinsamen, Dinkel) sind reich an Vitaminen. 1 mal die Woche eine Prise Meeressalz. ½ Tl Essig ist gut fürs Immunsystem und hilft den Bakterienhaushalt zu regulieren. So kann der Futterplan eines ausgewachsenen Zwerges mit ca. 5-6,5 kg aussehen: 4 x die Woche: Morgens: 90 – 120g ( Fleisch – Fisch ) 1 Gemüsemix Abendessen 1-2 Hühnerhälse 1 x die Woche 50 g Leber + 50 g Innereien 1 Gemüsemix • Abendessen 1 fleischiger Kalbsknochen • 1x die Woche Blättermagen oder grüner Pansen Abendessen 1-2 Hühnerhalse 1 x die Woche 1 Ei mit Hüttenkäse und Karottenpüree Abendessen fleischige Lammrippen Welpen Mahlzeit: Morgens: Quark mit mind. 20% Fett ( kein Magerquark) Ziegenjoghurt, Naturjoghurt, Fruchtzwerge Hüttenkäse Honig Dinkelgries Karottenpulver (Köbers) Kräuter der Natur (Köbers) Geriebene Löffelbisquits (Biskotten) Kokosraspeln Überreife kleingedrückte Banane Geriebener reifer Apfel Stuhlfestigend Karottenpulver Karotten aus dem Babyglas ( nie mit Kartoffeln) Ger. Äpfel Banane Löffelbisquits Mittag-undAbendessen : Fleisch (roh) ( mageres Rind, Lamm, Kalb, Pute, Huhn) Fein durchgedreht plus Obst-Gemüsemischung, davon ca.50% Salat, 20% Obst, Gemüse 30%, Kräuter Ich füttere immer Karotten dazu. Sardinen in Öl Thunfisch in Öl Abends oder als Kauzwischenmahlzeit Ein Stück rohen Putenhals ( noch keinen Hühnerhals der ist zu klein und sie könnten sich daran verschlucken.) Der Hundefutterspezialist RAINER GmbH Dambachstraße 35 4451 Garsten Tel.: +43 (7252) 54 642 Fax: +43 (7252) 54 642 - 16 Öffnungszeiten: Do.: 8.00 bis 12.00 Uhr Fr.: 8.00 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 17.00 Uhr Naturfutterlädchen Dr.Ziegler Glaneckerweg 6 A-5400 Hallein bei Salzburg Tel.: +43-(0)6245-71851 Ladenöffnungszeiten: image Montag bis Freitag: 8:30-12:30h u. 14:30-18:30h

1.Futterumstellung

Wie stelle ich am besten auf BARF um? Im Allgemeinen kann man die Ernährung übergangslos umstellen, aber bei einigen Hunden hat es sich bewährt, die Umstellung langsamer anzugehen. Empfehlenswert ist es, den Hund erst ein bis drei Tage fasten zu lassen und dann die rohe, artgerechte Nahrung sanft einzuführen; d. h. in den ersten Tagen die Zutaten zu trennen und leichtere Kost zu füttern, z. B. nur wenige und weiche Knochen, leicht gedünstetes Gemüse und helles Fleisch wie Pute, Huhn oder Lamm. Auch ist es empfehlenswert, mehrere kleinere Mahlzeiten zu füttern.

2. Kann ich Welpen von Anfang an roh ernähren?

Ja, das können Sie. Züchter berichten, dass natürlich aufgezogene Welpen langsamer, gleichmäßiger und gesünder wachsen. Sie erscheinen "frischer" und aufgeweckter und zeigen mehr Aktivität im jüngeren Alter als Welpen, die mit Fertigfutter aufgezogen werden. Siehe dazu Artikel über die Aufzucht von Welpen mit BARF

3. Wie stelle ich am besten einen älteren Hund um?

Bei älteren Hunden sollte man die Umstellung langsam angehen; d. h. weniger Fett und am Anfang leichtere Kost. Mit Knochen vorsichtig anfangen und nie in großen Mengen. Es kann bei älteren Hunden hilfreich sein, probiotische Kulturen und Enzyme beizufüttern um der Verdauung zu helfen und das Immunsystem zu stärken. Siehe auch den Artikel zur Ernährung des Senior-Hundes.

4. Kann ich einen chronisch kranken Hund umstellen?

Ein chronisch kranker Hund kann oft eine deutlich Besserung seines Allgemeinbefindens erleben durch eine Umstellung auf Rohfutter. Auch hat man den Vorteil, dass man die Ernährung genau auf die besonderen Bedürfnisse des Hundes anpassen kann. Bei einem chronisch kranken Hund sollten Sie sich Rat bei einem Tierheilpraktiker oder Tierarzt holen, der sich mit der Rohernährung auskennt. In bestimmten Fällen ist es ratsam, statt roh zu füttern, das Futter zu kochen.

5. Kann ein roh ernährter Hund sportlich mithalten?

Durchaus! Es gibt mittlerweile viele Beispiele von rohernährten Hunden, die sportliche Hochleistung gebracht haben. Ein Beispiel ist unsere Hündin Cleopatra von der Fasanerie, die drei Mal an der Landesmeisterschaft mit Erfolg teilgenommen hat und sich einmal auf der Deutschen Meisterschaft sehr gut platzierte. Hunde, die sportliche Hochleistungen bringen müssen, haben einen höheren Energiebedarf. Sie brauchen mehr Fett in der Nahrung und bei einigen hilft es kleine Mengen an Getreide zu füttern. Bestimmte Nahrungsergänzungen, insbesondere Omega-3-Fettsäuren und Perna Canaliculus Muschelextrakt, sind sinnvoll.

6. Kann ich Fertigfutter und Rohfutter mischen?

Das ist generell keine gute Idee, es gibt aber viele, die aus Angst vor Mangelerscheinungen noch Fertigfutter zufüttern. Wenn Sie das tun, dann ist es wichtig, das Rohfutter und das Fertigfutter nicht in einer Mahlzeit zu mischen. Fertigfutter braucht in der Verdauung länger als Rohfutter, und das Mischen kann Blähungen, Verstopfungen und sonstige Verdauungsstörungen oder sogar eine Magendrehung verursachen. Wenn Sie Fertigfutter und Rohfutter füttern möchten, dann ist es ratsam, zwei Mahlzeiten zu geben; z. B. morgens Fertigfutter und abends roh.

7.Wie viel muss ich füttern?

Die Futtermenge ist sehr unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren ab: Alter, Rasse, Aktivitäten, Klima, usw. In der Regel benötigt der Hund 2 % seines Körpergewichts an Futter pro Tag. Das wären 600 g Futter für einen 30-kg-Hund (Körpergewicht x 0,02 = Menge in kg, die der Hund benötigt). Davon sollten 60–75 Prozent Fleisch/ Knochen sein und 25-40 Prozent Gemüse, Innereien und andere Zutaten. Das wären für einen 30-kg-Hund 360–450 g Fleisch und RFK (rohe, fleischige Knochen) und 150–250 g Gemüse/Innereien und sonstiges. Dies ist nur eine Richtlinie; meine jungen, aktiven 30-Kg-Hündinnen benötigen mindestens 800 g Futter/Tag, meine ältere, weniger aktive 30-Kg-Hündin braucht nur 500 g Futter/Tag.

8. Muss jede Mahlzeit ausgewogen sein?

Nein! Es ist weder notwendig noch möglich, ausgewogene Mahlzeiten bei jeder Fütterung zu geben. Der Hund braucht alle Nährstoffe im richtigen Verhältnis zu jeder Mahlzeit - eine solche Behauptung kann nur ein Tierfutterhersteller machen. Die Ausgewogenheit findet über einen Zeitraum von etwa vier Wochen statt, wie es auch in der freien Natur passiert. Bei einer rohen, natürlichen Ernährung ist es deswegen nicht weiter schlimm, wenn ein Hund mal eine gewisse Zeit etwas einseitig isst. Wenn Sie in Urlaub fahren oder wenig Zeit haben, können Sie morgens z. B. einfach ein paar fleischige Knochen füttern.

9. Ist Rohfutter nicht teurer?

Nein. Oft ist es sogar deutlich günstiger als ein hochwertiges Fertigfutter. Es gibt inzwischen sehr viele Lieferanten für frisches Fleisch und Knochen für Hunde, die Preise liegen zwischen 0,50 und 3,00 Euro pro Kilo. Gemüse ist nicht besonders teuer in den kleinen Mengen, die man braucht und hochwertige Nahrungsergänzungsmittel sind sehr ergiebig, wenn die Qualität stimmt.

10. Was versteht man unter "Entgiftung"?

Da die meisten Fertigfuttersorten minderwertige Zutaten enthalten, kann es zu einer Ansammlung von Giftstoffen und Schlacken im Körper kommen wenn Fertigfutter über längere Zeit gefüttert wurde. Stellt man den Hund auf Rohkost um, kommt es oft anfangs oder sogar nach einiger Zeit zu einer Art "Entgiftung", indem der Körper diese angesammelten Gifte ausscheidet. Das kann sich durch verschiedene Symptome äußern: Durchfall, Schleim im Kot, Juckreiz, Hautprobleme, Ohren- und Augenausfluss, Erbrechen oder übler Geruch. Unterstützen kann man diesen Prozess, indem man das Immunsystem stärkt: mit Kräutern oder mit einer homöopathischen Behandlung. Der Entgiftungsprozess kann den Hundehalter zur Verzweiflung bringen, weil er langwierig sein und schlimm aussehen kann - hier hilft nur Durchhalten!

11. Mein Hund trinkt jetzt weniger Wasser - sollte ich besorgt sein?

Nein, das ist ganz normal. Fleisch und Gemüse bestehen großteils aus Wasser und enthalten wenig Salz, so dass der Wasserbedarf wesentlich geringer ist als bei der Fütterung von Trockenfutter.

12. Was ist mit Salmonellen?

Salmonellen sind eigentlich im Hundedarm immer vorhanden, und Hunde werden in der Regel mit solchen Bakterien gut fertig. Viele Menschen haben wegen der Salmonellen- Infektionsgefahr Angst, rohes Fleisch, insbesondere Huhn zu füttern, aber die Angst ist eher unbegründet. Der Hund hat einen sehr kurzen Darm und das Rohfutter wird schnell verdaut. Die Erreger werden also wieder ausgeschieden, bevor es zu einem krankmachenden Befall kommen kann. Eine Salomnellen-Infektion ist beim Hund in erster Linie ein Problem des Immunsystems. Ich füttere mittlerweile über 25 Jahre roh und habe noch nie einen Fall von Salmonellen erlebt. Das heißt nicht, dass es nicht vorkommen kann, nur ist es äußerst unwahrscheinlich. Laut Kymythy Schultze (Autorin von "The Ultimate Diet") verbleibt Rohfutter 4 bis 5 Stunden, Gekochtes 8 bis 10 Stunden und Trockenfutter bis zu 15 Stunden im Darm. Zusätze

13. Muss ich wirklich alles an Nahrungsergänzung beifüttern?

Nein, müssen Sie nicht! Es wird oft zuviel an Nahrungsergänzung beigefüttert, was im schlimmsten Fall zu einer Überversorgung mit bestimmten Vitaminen oder Mineralien führt und bestenfalls eine Geldverschwendung ist. Es gibt eigentlich wenige Nahrungsergänzungsmittel, die ich für notwendig halte: Vit. C und Vit. E (Antioxidantien) in einer natürlichen Form (z.B. Hagebutten) wegen der erhöhten Umweltverschmutzung und Stress; Meeresalgen wegen der Spurenelemente, vor allem Jod; und essentielle Fettsäuren auch wegen Umweltbelastungen und Stress. Kräuter gehören für mich zur normalen Ernährung dazu und sollten in kleinen Mengen, am besten im natürlichen Rhythmus beigefüttert werden. Kräuter sind wichtige Lieferanten von Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen. Im Idealfall lernen Sie die einheimischen Kräuter zu bestimmen und sammeln frische Wildkräuter für Ihren Hund bei den täglichen gemeinsamen Spaziergängen. Man muss bedenken, dass auch bei der Rohfütterung einige Sachen fehlen; nur sehr selten bekommen unsere Hunde Haut, Fell, Köpfe oder Blut mit ihren RFK zu essen, und gerade diese Teile des Beutetieres enthalten viele Fette, Mineralien und Spurenelemente. Dazu kommt, dass die von uns verfütterten Beutetiere nicht in der freien Natur aufgezogen werden, sondern oft mit billigem Industriefutter, was sich im Nährwert des Fleisches bemerkbar macht.

14. Woher weiß ich, welche Nahrungsergänzungsmittel zu füttern sind?

Dazu müssen Sie ihren Hund genau beobachten, um festzustellen, ob irgendwas im Futterplan fehlt. Eine regelmäßige Kontrolle beim Tierarzt mit Blutbild ist eine gute Möglichkeit, die Ausgewogenheit der Ernährung zu bestimmen. Ist hier eine Mangelerscheinung zu sehen, kann das durch gezielte Nahrungsergänzung korrigiert werden. Auch ist wichtig, dass Sie die Lebenssituation Ihres Hundes gut einschätzen; ein Hund, der Sport treibt oder viel Stress ausgesetzt ist (Zwingerhaltung mit vielen Tieren, Großstadt), hat einen erhöhten Vitamin- und Energiebedarf; junge, trächtige oder kranke Tiere bedürfen teils mehr, teils besondere Nahrungsmittel und/oder bestimmter Nahrungsergänzungsmittel. Wasserlösliche Vitamine werden bei Überschuss vom Körper ausgeschieden (Vit. C und B-Vitamine) und können nur schwer überdosiert werden. Fettlösliche Vitamine (Eselsbrücke: EDeKA = Vit. E, D, K, A) werden im Körper gespeichert. Überdosierungen können genauso wie Mängel der Gesundheit schaden. Es gibt inzwischen einige deutsche Bücher, in denen der Bedarf des Hundes an Vitaminen und Mineralien gut erläutert wird. Ein Tierheilpraktiker oder Ihr Tierarzt kann hier auch behilflich sein.

15. Wann und welche Kräutermischung sollte ich füttern?

Es sind mittlerweile sehr viele Kräutermischungen für Tiere auf dem Markt. Einige sind sinnvoll und von guter Qualität, andere bewirken eher einen teuren Stuhlgang. Kräuter können durchaus als sinnvolle Nahrungsergänzung dienen, sind aber auch zum Teil Arzneimittel, mit denen man umsichtig hantieren sollte. Kräuter mit starker oder heilender Wirkung sollten nur als Kur gefüttert werden, um eine Gewöhnung des Körpers oder gar eine Überdosierung zu verhindern. Es gibt bei Kräutern sehr große Qualitätsunterschiede; von Industriequalität (für Kosmetika und Seifen) bis zu Arzneiqualität, die sich zur Nahrungsergänzung oder als Heilmittel eignen. Sie sollten sich von der Qualität Ihres ausgewählten Produktes überzeugen oder eine Kräutermischung selbst zusammenstellen aus Kräutern aus der Apotheke oder einem biologisch- organischen Kräuterlieferanten. Kräuter können eine gute Quelle für Mineralien und eine gute Vitaminergänzung sein. Z.B. ist die Hagebutte die Vitamin-C-reichste Pflanze überhaupt. Alfalfa (Luzerne) enthält die Vitamine A, B 1, B 6, B 12, C, D, E, K und U, Beta-Karotin, Pantothensäure, Biotin, Folsäure, Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen, Zink, Kupfer, Aminosäuren und Spurenelemente. Es hilft bei der Geweberegeneration, wirkt antibakteriell, hilft bei der Entgiftung, Darmproblemen, Diabetes und Arthrosen. Sinnvolle und qualitativ hochwertige Kräutermischungen finden Sie im DHN Online-Shop.

16. Wofür sind Meeresalgen gut?

Meeresalgen sind sehr reich an Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen und Proteinen. Sie enthalten durchschnittlich zehnmal mehr Mineralien als frisches Gemüse, sind sehr reich an den Spurenelementen Jod, Kupfer und Zink - wichtig für Schilddrüsenfunktion, Haut, Fell, Wachstum - und enthalten alle wichtigen Aminosäuren. Meeresalgen sind außerdem eine gute Kalziumquelle. Die bekanntesten Algen sind: Spirulina - eine Blaugrünalge, in der alle lebensnotwendigen Aminosäuren vorkommen, mit sehr hohem Gehalt an ß-Karotin, B 1, B 12, Eisen und Chlorophyll. Fucus (Blasentang) und Ascophyllum nodosum - Braunalgen, die besonders jodreich sind. Laminaria - eine Braunalge, die die Aufnahme von Magnesium fördert und wegen des Laminingehaltes den Blutdruck senken kann. Algen werden eingesetzt bei Darmproblemen, Durchblutungsstörungen, Jodmangel, Arthrosen, Hautproblemen und als Nahrungsergänzung zur Gesundheitsvorsorge.

17. Wofür ist Neuseeland Grünlipp Muschelextrakt gut?

Die grünlippige neuseeländische Meeresmuschel enthält neben Mineralstoffen, Spurenelementen und wertvollen Aminosäuren einen ungewöhnlich hohen Anteil an GAGs (Glycosaminglykane), die die Regeneration von Knorpel und Bindegewebe fördern. Dieses Muschelmehl ist sehr hilfreich bei allen arthritischen Beschwerden und wirkt am besten, wenn die Zufuhr von Vit. C und Vit. E sowie hochwertigen Fettsäuren gleichzeitig erhöht wird. Auch hierbei ist auf Qualität zu achten!

18. Braucht der Hund unbedingt zusätzliches Vit. C?

Laut wissenschaftlicher Meinung produziert der Körper des Hundes ausreichend Vit. C, aber ich glaube, heutzutage ist der Hund mehr Stress und Umweltgiften ausgesetzt als seine wilden Brüder, und ich halte deshalb eine Ergänzung mit Vit. C bei bestimmten Erkrankungen für sinnvoll. Hierzu kann man Ascorbinsäure füttern, die billig ist, aber manchmal den Magen reizt. Weitere Möglichkeiten sind Kalziumascorbat (magenschonender) oder Hagebutten (natürlich). Bei Hagebutten ist der Nachteil, dass man sehr große Mengen benötigt, wenn man z. B. 500–1000 mg Vit. C/Tag füttern möchte. Vit. C stärkt das Immunsystem, hilft bei arthritischen Beschwerden und ist notwendig für den Knorpel- und Knochenaufbau. In einer Studie mit 8 Verpaarungen von Hunden, die mit HD vorbelastet waren, hat die Zugabe von hochdosiertem Vit. C eine HD bei den Nachkommen zu 100 Prozent verhindert. Leider wurde eine solche Studie nicht wiederholt, also kann man daraus nur bedingt einen Schlussfolgerung ziehen. Vit. C wird in Stressphasen stärker abgebaut, also sollte dann die Dosis erhöht werden. Überdosierung kann Durchfälle verursachen; in diesem Fall muss reduziert werden. Ich halte eine Gabe von Hagebuttenmehl beim relativ gesunden Hund für ausreichend und empfehle bei Arthrose oder Knochenentzündungen bis zu 5000 mg kurzzeitig, danach eine Reduzierung auf 500-1000 mg/Tag. 

19. Wofür sind Verdauungsenzyme?

Verdauungsenzyme helfen bei der Verdauung, indem sie die Nahrungsmittel in resorbierbare Bestandteile aufspalten. Rohfutter hat Enzymaktivität, und der Körper hat über die Bauchspeicheldrüse auch eine begrenzte Menge an Enzymen. Ein Hund, der von Anfang an Rohfutter frisst, bedarf in der Regel keiner Enzyme als Nahrungsergänzung. Wurde ein Tier aber jahrelang mit Fertigfutter ernährt, kann es sein, dass die Bauchspeicheldrüse nicht mehr richtig funktioniert. In diesem Fall ist es sinnvoll, Enzyme zu füttern. Manchmal erholt sich die Verdauung nach einiger Zeit so weit, dass die Enzyme wieder abgesetzt werden können. Bei einigen Hunden, vor allem solchen mit chronischen Verdauungsstörungen oder degenerativen Krankheiten, ist es notwendig, ständig Verdauungsenzyme beizufüttern.

20. Was sind probiotische Kulturen und wofür sind sie gut?

Über den Verzehr fermentierter Lebensmittel nehmen wir eine große Anzahl an Milchsäurebakterien auf. Sie können ihre positive Wirkung allerdings nur dann entfalten, wenn sie die Magenpassage überstehen und in ausreichenden Mengen lebend im Darm ankommen. Diese Fähigkeiten besitzen insbesondere probiotische Kulturen. Probiotische Kulturen sind nützliche Milchsäurebakterien, die die natürliche Balance der Darmflora beeinflussen können. Probiotika helfen, das Gleichgewicht zwischen den "guten Bakterien" (Milchsäurebakterien) und den "schlechten Bakterien" zu erhalten. Sie unterstützen die Barrierefunktion des Darms gegen Bakterien, Pilze und Viren und damit die natürlichen Abwehrkräfte. Probiotische Kulturen leisten einen wertvollen Beitrag zur Ernährung und fördern aktiv Gesundheit und Wohlbefinden. Sie können zur gezielten Nahrungsergänzung aufgenommen werden und so die tägliche Versorgung optimieren. Probiotische Kulturen findet man in Milchprodukten wie Joghurt.

21. Welche Öle sind sinnvoll?

Durch die Fütterung von Fleisch mit Fett bekommt der Hund eigentlich genug Omega-6- Fettsäuren, also sollte man zur Nahrungsergänzung Öle mit einem hohen Omega-3- Fettsäuregehalt nutzen. Fischöl und Leinsamenöl haben den höchsten Prozentsatz an Omega-3-Fettsäuren, wobei Fischöle reich an Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) sind. Ein weiteres Öl, das ich gerne wegen seines hohen Gammalinolensäuregehalts einsetze, ist Borretschöl. Gammalinolensäure (GLS) wird durch ein körpereigenes Enzym aus der ungesättigten Linolsäure, die dem Körper über die Nahrung zugeführt wird, gebildet. Funktioniert dieses Enzym nicht optimal oder enthält die Nahrung nicht genügend Linolensäure, kann GLS nicht in ausreichenden Mengen gebildet werden. Dadurch wird die Hautfunktion stark beeinträchtigt, denn GLS ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil der Haut, sondern dient auch als Vorstufe für die Bildung wichtiger Gewebshormone. Ein solches Gewebshormon ist Prostaglandin E 1, von dem bekannt ist, dass es entzündungshemmende und juckreizmindernde Eigenschaften besitzt. Gammalinolensäure senkt darüber hinaus den Blutdruck, lindert übermäßige Blutverklumpung, kann Ekzeme lindern und vermindert abnorme Zellentwicklung (Krebs). Weitere Öle, die man füttern kann, sind Distelöl, Olivenöl, Maisöl und Sonnenblumenöl, wobei diese Öle nicht so reichhaltig an Omega-3-Fettsäuren sind wie Leinsamen- oder Fischöl. Schwarzkümmel-, Nachtkerzen- und Hanföl enthalten auch Gammalinolensäure, aber Borretschöl ist mit 20 – 24 Prozent Gammalinolensäure die beste Wahl. Wichtig ist es, ausreichend Vit. E mit dem Öl zu füttern, um zu verhindern, dass die Fettsäuren im Körper ranzig werden.

22. Ist Knoblauch wirklich so gesund?

Ja, Knoblauch ist gesund. Knoblauch wirkt antibakteriell, aber auch antivirale und antiparasitäre Wirkungen wurden in Studien festgestellt. Die Knoblauchknolle enthält Alliin und das Enzym Allinase. Allinase kann Alliin in Allicin umwandeln; dieser geruchsintensive Bestandteil besitzt die meisten positiven Eigenschaften. Der Einsatz von Knoblauch zur Prophylaxe von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beim Menschen ist vielfach bestätigt. Die regelmäßige Einnahme von Allium sativum hält die Gefäße länger geschmeidig. Er wirkt mild cholesterinsenkend, hemmt die Bildung freier Radikaler und aktiviert die radikalenfangenden Enzyme. Und nicht zu vergessen bei der Aufzählung der guten Eigenschaften des Knoblauchs ist die Wirkung seines hohen Gehalts an ätherischen Ölen. Sie überdecken den Milchsäuregeruch, den Zecken und andere Parasiten als Auslösemechanismus benötigen, und reduzieren so erfolgreich den Befall. Siehe auch den Artikel zur Fütterung von Zwiebelgewächsen. Getreide

23. Kann man Getreide füttern?

Das Füttern von Getreide ist unter den Rohfutterexperten noch eine sehr umstrittene Sache. Meine Meinung dazu: Getreide kann man, muss man aber nicht füttern, und in bestimmten Fällen sollte man Getreide komplett meiden. Nach meiner Erfahrung gibt es Hunde, die Getreide sehr gut vertragen und sogar sehr gerne essen, und andere, die gar nicht mit Getreide zurechtkommen. Auf keinen Fall sollte man Getreide in den Mengen (60–90 Prozent) oder in der minderwertigen Qualität füttern, wie sie bei Fertigfutter üblich ist. Der hohe Getreideanteil ist eines der Hauptprobleme von Fertigfutter. Wenn Getreide, dann Vollkornflocken oder Schrot, über Nacht in kaltem Wasser eingeweicht. Auf keinen Fall sollte man Getreide füttern bei: Krebserkrankungen, Allergien (insbesondere Futtermittelallergien), Epilepsie und Hefepilzbefall. Was gegen Getreide spricht: Es ist eigentlich kein natürliches Futter für Hunde, es ist eines der Haupt-Allergene bei Hunden, es kann blähen, und Getreide ist kohlenhydratreich. Ein Hund braucht keine Kohlenhydrate, sie werden vom Körper leicht zu Glukose verwandelt, das wiederum Krebszellen ernährt. Was für Getreide spricht: Es ist eine billige Nahrungsquelle, und viele Hunde vertragen Getreide problemlos. In geringen Mengen ist Getreide sicherlich nicht schädigend.

24. Welche Getreidesorten sind empfehlenswert?

Besonders gut sind naturbelassene Getreidesorten wie Amaranth, Quinoa, Hirse und Dinkel. Gerste, Hafer, Polenta und Roggen können bei Verträglichkeit auch gefüttert werden, Weizenkleie in kleinen Mengen auch. Folgende Getreidesorten sind glutenfrei: Amaranth, Buchweizen, Hirse, Mais, Quinoa und Reis. Weitere glutenfreie, kohlenhydrathaltige Lebensmittel sind Kartoffeln, Sesam und Soja.

25. Warum wird empfohlen Fleisch und Getreide zu trennen?

Das Mischen von Fleisch und Getreide kann Blähungen oder andere Verdauungsstörungen verursachen, und zwar wegen der unterschiedlichen Verdaulichkeit dieser Nahrungsmittel. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, Fleisch und Getreide zu trennen. Bei sehr magenempfindlichen Hunden ist es außerdem ratsam, verschiedenartige Nahrungsmittel immer getrennt zu geben. Gemüse

26. Mein Hund frisst sein Gemüse nicht - was soll ich tun?

Das kommt vor! Manche Hunde fressen nicht besonders gerne Gemüse. In so einem Fall versuchen wir es ihnen etwas schmackhafter zu machen. Dazu kann man etwas zum Gemüse beifügen, das der Hund gerne frisst und das sich gut mit dem Gemüse mischen lässt, z. B. Leber mit dem Gemüse pürieren, Thunfisch, Käsestückchen, Hüttenkäse, Quark, Joghurt, Buttermilch oder Hackfleisch. Am Anfang kann man nur eine kleine Menge Gemüse zu den oben genannten Zutaten mengen oder man kann zu Fleisch/Knochen etwas feingehacktes Grünzeug mit einem Ei geben. Das Ei sorgt dafür, dass das Grünzeug am Fleisch klebt und so mitgegessen wird.

27. Warum muss ich das Gemüse pürieren?

Hunde können Zellulose nicht gut verdauen, und pflanzliche Zellwände bestehen aus Zellulose. Damit der Hund pflanzliche Nahrungsmittel möglichst gut verdauen kann, müssen wir die Zellwände zerstören. Eine Methode dafür ist, das Gemüse zu kochen, einzufrieren oder leicht anzudünsten, was wiederum einiges an Enzymen und Vitaminen zerstört. Deswegen ist es am besten, das Gemüse und Grünzeug roh zu pürieren.

28. Kann ich Fleisch und Gemüse mischen?

Fleisch und Gemüse können problemlos gemischt werden; oft ist dies die beste Möglichkeit, das Gemüse zu füttern. Bei Hunden, die starke Verdauungsprobleme haben, ist es allerdings besser, Fleisch und Gemüse zu trennen. Fleisch, Knochen & Calcium

29. Wie viel Calzium, wie viel Phosphor?

Der Calzium-Phosphor-Gehalt von Hundefutter ist inzwischen wegen neuen Erkenntnissen der Ernährungswissenschft recht umstritten. Die empfohlene Calciummenge lag vor einigen Jahren noch viel höher als heute und man gab vor, dass das Ca:P Verhältnis unbedingt bei 1:1 bis 1,2:1 liegen sollte. Neue Erkenntnisse, die 2006 von der NRC (National Research Council) veröffentlich worden sind, besagen, dass ein erwachsener Hund im Erhaltungsstoffwechsel ca. 50 mg Ca/kg Körpergwicht/Tag benötigt. Jetzt heißt es, das Ca:P Verhältnis wäre nicht so wichtig, wichtig wäre, dass der Calciumbedarf des Hundes gedeckt wird. Bei einer ausreichenden Knochenfütterung ist das kein Problem.

30. Womit kann ich Calzium ergänzen außer mit Knochen und Eierschalen?

Besonders calziumreich sind folgende Nahrungsmittel: Meersalgen, Alfalfa, Melasse, Sesampaste, Amaranth, Mandeln, Petersilie, Feigen, Löwenzahn, Kresse, Broccoli, Ahornsirup, Spinat, Holunderbeeren, Endivien, Kohl, Sellerie, Bohnen, Linsen, Salat, Brennessel, Orangen, Erbsen, Radieschen, Hagebutten. Calziumzitrat ist ein gutverträgliches Calziumpräparat zur Nahrungsergänzung. Milchprodukte sind zwar reich an Calzium, haben aber auch einen recht hohen Phosphorgehalt, so dass sie sich nicht zur Ergänzung oder zum Ausgleich von Calzium eignen.

31. Wo bekomme ich Fleisch Knochen?

Auf der Seite von GesundeHunde finden Sie eine bundesweite (und teilweise andere Länder) Fleischlieferanten-Datenbank, nach PLZ geordnet.

32. Welche Knochen kann ich füttern?

Bei Hunden, die später im Leben umgestellt worden sind, sollte man keine sehr harten Knochen füttern. Hat man die Möglichkeit, ganze Tiere zu füttern, kann man bedenkenlos alle Knochen füttern, da das Fell und die Haut der Beutetiere den Magen des Hundes auch schützen. Muss man Schlachtabfälle oder Huhn und Pute füttern, sollte man die Röhrenknochen meiden und überwiegend Fleischknochen, Rippenknochen oder Knorpel füttern. Bei Geflügel eignen sich Flügel, Rücken und Hälse oder sogar ganze Hühner. Am Anfang sollte man vorsichtig sein, nur sehr weiche Knochen füttern und beobachten, wie der Hund sie kaut. Ist er ein Schlinger, sollte man erst mal sehr große Knochen geben, damit der Hund lernt zu kauen, oder die Hühnerflügel und -hälse durch den Fleischwolf drehen. Knochen sollten am besten noch recht viel Fleisch dran haben, damit der Magen etwas geschützt ist. Wenn Sie sich bei der Fütterung von bestimmten Knochen nicht wohl fühlen, dann füttern Sie sie nicht! Es bringt nichts, wenn Sie sich hinterher stundenlang Sorgen machen, dass Ihrem Hund was passiert. In solchen Fällen können Sie durch den Wolf gedrehte Knochen füttern oder durch Nahrungsergänzung die Kalziumversorgung sicherstellen.

33. Sind Hühnerknochen nicht gefährlich?

Rohe Hühnerknochen sind nicht gefährlich, vorausgesetzt es ist noch ausreichend Fleisch dran und es ist nicht Fleisch von alten Hühnern. Gekochte Hühnerknochen sind jedoch sehr gefährlich, weil sie sehr hart und trocken sind und scharfe Splitter bilden. Damit will ich nicht sagen, dass ein Hund an einem rohen Hühnerknochen nicht mal ersticken kann – aber die Panik wegen Hühnerknochen ist absolut unbegründet. Ein Hund kann auch an einem Kauknochen oder an Trockenfutter ersticken.

34. Warum empfehlen so viele Futterpläne Huhn?

Huhn ist eine billige Nahrungsquelle, die in Deutschland auch gut zu bekommen ist. Hühnerflügel und Karkassen haben eine gute Zusammensetzung von Fleisch, Knochen und Fett und werden vor allem von Dr. Billinghurst, dem wohl bekanntesten Befürworter der BARF-Ernährung, empfohlen. Deswegen muss man nicht nur Huhn füttern; Rind, Lamm, Pute, Hase, Wild usw. sind durchaus auch geeignetes Hundefutter.

35. Kann ich Schweinefleisch füttern?

Ich würde davon abraten wegen der Aujezkyschen Krankheit, ein für den Hund tödliches Virus, mit dem das Schweinefleisch infiziert sein könnte. Wenn man Schweinefleisch füttern muss, dann gut abkochen, das tötet den Erreger. In Deutschland ist die Aujezkysche Krankheit laut Ämter seit 2002 ausgerottet, aber es wird noch dagegen geimpft, wodurch es unmöglich ist festzustellen, ob das Schwein ein Träger war. In der Schweiz gibt es weder die Aujezkysche Krankheit noch wird dagegen geimpft, also könnte man dort bedenkenlos Schweinefleisch füttern.

36. Wie kann ich große Mengen Fleisch lagern?

Am besten einfrieren. Wenn Sie mehrere Hunde haben, werden Sie sich eine Tiefkühltruhe anlegen wollen.

37. Wie taue ich das Fleisch am besten auf?

Am besten lassen Sie tiefgefrorenes Fleisch langsam im Kühlschrank auftauen und füttern die Säfte mit, denn sie enthalten viele Vitamine und Mineralien. Sie können auch das Fleisch bei Zimmertemperatur oder in kaltem Wasser tauen lassen. Ich vergesse manchmal, das Fleisch rechtzeitig aus der Tiefkühltruhe zu holen, und muss es dann im Warmwasserbad auftauen - geht auch! Am besten ist es, das Fleisch NICHT im Gefrierbeutel aufzutauen, denn am Plastik sollen die meisten Bakterien kleben. Rohes Fleisch können Sie noch füttern, wenn es stark riecht oder verfärbt ist, die Hunde mögen es gerne so, und es ist ungefährlich. Gekochtes Fleisch dürfen Sie jedoch nicht alt werden lassen, das kann lebensgefährlich sein! Manche Hundebesitzer füttern Fleisch, wenn es noch teilweise gefroren ist; das kann Durchfall verursachen oder aber auch ganz unproblematisch sein; es ist von Hund zu Hund verschieden.

38. Mein Hund mag kein rohes Fleisch, warum?

Manchmal mögen Hunde, die mit Fertigfutter großgezogen worden sind, erstmal nicht den Geschmack von rohem Fleisch. Meistens liegt es daran, dass der Geruch von frischem Fleisch nicht sehr intensiv ist im Gegensatz zu Fertigfutterprodukten, die einen extrem starken Geruch haben und Lock- und Geruchsstoffe enthalten, damit die Hunde sie überhaupt fressen. Der Hund erkennt das Fleisch erstmal nicht als Futter und akzeptiert das Fleisch nicht, weil der Geruch und die Konsistenz ihm fremd sind. Wenn Ihr Hund am Anfang das Fleisch ablehnt, können Sie das Fleisch entweder kurz anbraten oder mit kochendem Wasser überbrühen, damit das Fleisch stärker riecht.

39. Soll das Fleisch gewolft oder in großen Stücken gefüttert werden?

Sie können das Fleisch entweder gewolft oder in großen Stücken füttern. Vorteile von gewolftem Fleisch: es ist leichter Zutaten wie Gemüse darunter zu mischen, es ist etwas leichter zu verdauen z. B. für Hunde mit einer Pankreasinsuffizienz, es macht weniger Dreck, da der Hund es in der Schüssel frisst. Vorteile von großen Stücken: es pflegt die Zähne und das Zahnfleisch, der Hunde frisst langsamer, da er kauen muss und es ist länger haltbar, da weniger Sauerstoff dran kommt. Bei Hunden, die extrem schlingen, ist es ratsam, das Fleisch entweder gewolft zu füttern oder in so großen Stücken, dass sie kauen müssen. Unterschätze dabei bitte nie, welch große Stücke Fleisch ein Hund versuchen könnte zu schlucken. Z.B. ein 30 kg-Hund könnte ein Stück Fleisch bis zu 800 g-Größe herunterschlingen! Sonstige Futtermittel

40. Kann ich Fisch füttern?

Fisch ist ein durchaus geeignetes Hundefutter und ist besonders reich an Omega-3- Fettsäuren. Thunfisch aus der Dose kann auch gefüttert werden, es ist jedoch ratsam, ihn vorher gut abzuspülen wegen der Öle und Salze, mit denen er meist zubereitet wird. Bei selbstgefangenen Fischen darauf achten, dass der Angelhaken entfernt wurde!

41.Sind ganze Eier nicht ungesund?

Nein, sind sie nicht! Dies wird oft erzählt, weil rohes Eiweiß Avidin enthält, welches das Vitamin Biotin zerstört. Das ist aber unwesentlich, wenn das Eigelb mitverfüttert wird, weil der hohe Biotingehalt des Eigelbs die Avidinwirkung übertrifft. Ganze Eier sind außerdem sehr calziumreich, wenn man die Schale mitfüttert.

42. Sind Trauben und Rosinen gefährlich?

Es gibt Fälle in denen Hunde Vergiftungen erlitten nach dem Genuss von Rosinen und/oder Trauben. Woran das liegt ist noch nicht nachgewiesen worden, es ist möglich, dass es sich um Trauben/Rosinen handelt, die mit Pestiziden oder Pilzmitteln behandelt worden sind. Aus diesem Grund muss ich zur Vorsicht bzw. Verzicht raten. Ich füttere meinen Hunden seit 25 Jahren immer wieder kleine Mengen Trauben/Rosinen und habe noch nie ein Problem damit beobachtet oder je eine solche Vergiftung in meinem Umfeld erlebt. Juliette de Bairacli Levy sagte mir, dass sie in 70 Jahre Hundehaltung eine Vergiftung von Trauben/Rosinen nie bei ihren oder den Tausenden ihr bekannten Hunden erlebt hat. Fazit: wenn Trauben/Rosinen, dann Bio und in Kleinstmengen (unter 10 g)

43. Was kann ich als "Leckerli" geben?

Das Leckerli-Problem! Jahre habe ich gebraucht, um meinen Freunden beizubringen, dass sie nicht immer irgendwelche Hundeleckerlis mitbringen sollen. Heute kommen sie mit selbst gebackenen Keksen oder warten, bis ich ein paar Würfel Fleisch geschnitten habe. Meine Hunde würden sich zwar über den Besuch auch ohne Leckerli sehr freuen, aber es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, jedes Tier füttern zu wollen. Es gibt es bei der BARF-Ernährung genug Möglichkeiten gesunde Leckerlis zu füttern. Als Belohnungshäppchen beim Training sind Käsewürfelchen bestens geeignet. Herz und Leber lassen sich auch schön in kleine Würfelchen schneiden, allerdings koche ich sie leicht ab, damit sie nicht an den Fingern kleben und so beim Training leichter verabreicht werden können. Als Leckerli für zwischendurch tut's ein Stückchen Obst, Nüsse oder kleine Stücke Fleisch. Es gibt auch viele Rezepte für Hundekekse zum Selberbacken, sogar getreidefrei. Sie können auch Fleischstreifen oder -würfel schneiden und trocknen, so sind sie recht lange haltbar. Verdauung & Stuhlgang

44. Mein Hund schlingt sein Futter - was tun?

Das kann am Anfang sehr erschreckend sein. Wichtig ist erst mal, dass der Hund in Ruhe essen darf. Wenn Sie mehrere Hunde haben, kann der Futterneid dazu führen, dass ein Hund schlingt. In diesem Fall ist es ratsam, die Tiere außer Sichtweite voneinander zu füttern. Schlingt der Hund dennoch sein Futter, sollte man ihm das Fleisch und die Knochen in so großen Stücken füttern, dass er sie unmöglich hinunterschlucken kann, oder die Stücke festhalten, um ihn zum Abbeißen zu zwingen. Vorsicht mit den Fingern dabei!

45. Mein Hund erbricht manchmal sein Futter - was tun?

Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Hund bricht. Bricht er gelbe Galle, ist sein Magen wahrscheinlich leer, und er hat Hunger. Manche Hunde vertragen einen Fasttag schlecht und brechen dann Galle; in so einem Fall würde ich den Hund nicht mehr fasten lassen. Bricht der Hund weißen Schaum, hat er möglicherweise zuviel Wasser getrunken. Wenn der Hund schlingt, kann es passieren, dass er sein Futter erbricht, um es dann erneut zu fressen. Das ist für uns zwar eklig, für den Hund aber normal. Manche Hündinnen erbrechen ihr Futter für ihre Welpen - das ist Natur! Erbricht der Hund anfangs öfter, ist zu überlegen, ob man probiotische Kulturen und Verdauungsenzyme füttert, um ihn bei der Verdauung des neuen Futters zu unterstützen. Hier helfen auch häufigere Mahlzeiten mit kleinen Portionen. Sollte der Hund häufig oder sehr heftig brechen, dabei sabbern oder offensichtlich Bauchschmerzen haben, ist sofort ein Tierarzt aufzusuchen! Im Zweifelsfall ist immer einen Tierarzt aufsuchen!!

46. Mein Hund hat weniger Stuhlgang - ist das normal?

Das ist bei Rohfütterung ganz normal, da der Hund seine Nahrung viel besser verwerten kann und keine billigen Füller wie Getreide oder Rote-Beete-Masse enthalten sind. Ein angenehmer und umweltfreundlicher Nebeneffekt von BARF (Biologische Artgerechte Rohe Fütterung).

47. Mein Hund hat weißen Stuhlgang - ist das normal?

Das kann bei der Fütterung von Knochen ganz normal sein. Sollte der Hund aber sehr pressen beim Koten oder immer weißen Knochenkot haben, muss man den Gemüse- und Fleischanteil erhöhen und den Knochenanteil reduzieren.

48. Mein Hund hat Verstopfung - was nun?

Wahrscheinlich ist der Knochenanteil zu hoch. Anfangs tun sich einige Hunde mit der Knochenverdauung schwer. In diesem Fall hilft es erst mal Kürbisfleisch zu füttern, um den Hund zu lösen. Er sollte auch fasten, bis ein Stuhlgang erfolgt ist. Bei starken Verstopfungen ist ein Tierarzt aufzusuchen! Einige Diätpläne, wie z. B. der von Dr. Billinghurst, enthalten meiner Meinung nach zu viele Knochen für mitteleuropäische Hunde. Bei der Ernährung sollte man das Klima und die Herkunft der Tiere in Betracht ziehen - was für einen Wüstenhund geeignet ist, ist eventuell ganz falsch für einen Hochgebirgshund. Ist der Hund öfter verstopft, müssen unbedingt weniger Knochen gefüttert werden.

49. Warum hat mein Hund jetzt Durchfall?

Am Anfang kann es öfters zu Durchfällen kommen; da muss man aber klar zwischen Durchfall (wässrig) und weichem Stuhlgang unterscheiden. Ist der Stuhlgang nur weich, normalisiert er sich mit der Zeit, wenn die Verdauung wieder anfängt, normal zu arbeiten. Ist der Durchfall stark wässrig oder länger anhaltend, ist ein Tierarzt aufzusuchen, da es sich hier um eine Erkrankung oder Parasitenbefall handeln könnte.

50. Mein Hund hat Schleim um den Stuhl - was ist das?

Mit Schleim überzogene Faeces sieht man häufig nach der Umstellung auf Rohfutter; das gehört zu den Entgiftungserscheinungen. Das Füttern von Milchprodukten kann auch zu schleimigem Stuhlgang führen; in dem Fall ist es ratsam, die Milchprodukte eine Weile nicht mehr zu füttern. Passiert dies nur anfangs oder ab und zu, ist es kein Grund zur Sorge. Passiert es aber häufig oder hört es nicht auf, ist ein Tierarzt aufzusuchen! Es könnte sich um eine Magen-Darm-Entzündung oder Parasitenbefall handeln und sollte per Kotuntersuchung unbedingt abgeklärt werden.

51. Allgemeines Fasten - ja, nein, wie oft?

Fasten ist kein Muss in der Rohernährung. Ich habe zwar meine Hunde regelmäßig fasten lassen, aber über die Jahre festgestellt, dass es Hunde gibt, die mit Fasten nicht gut zurechtkommen. Beim Fasten versucht man lediglich, die Natur nachzuahmen; Wölfe erlegen nicht jeden Tag Beute! Ein weiterer Grund für Fasttage ist, dass man den Körper reinigt und die Verdauungsorgane ruhen lässt. Die meisten Hunde kommen gut zu Recht mit ein oder zwei Fasttagen alle 7-14 Tage - die meisten Hundebesitzer nicht. Sie ertragen den Anblick ihres hungernden Lieblings einfach nicht. :) Fazit: Quälen Sie weder sich noch Ihren Hund, wenn's klappt - gut, wenn nicht, ist es nicht weiter schlimm.

52. Wie soll ich bei Reisen roh füttern?

Das kommt natürlich darauf an, wohin und wie lange man verreist. Auf Reisen per Auto von weniger als zwei Wochen Dauer kann man tiefgefrorenes Fleisch mitnehmen. Das Fleisch braucht in einer Kühlbox bis zu einer Woche zum Auftauen, den Rest kann man im Boden vergraben, um Madenbefall und Gestank zu verhindern. Gemüse könnte man in Dosen mitnehmen. Alle anderen Zutaten sind einfach mitzunehmen oder an Ort und Stelle zu kaufen. Sie können natürlich auch in den meisten Orten Europas Fleisch kaufen, nur kann das teuer werden. Ich nehme mein Fleisch immer mit und grabe ein Loch in die Erde, lege das Fleisch hinein und überdecke es mit flachen Steinen oder einem Brett und anschließend einer dünnen Erdschicht (nicht in Plastikbeutel vergraben!). In den warmen Temperaturen in Südeuropa kann das ganz schön stinken, wenn man es wieder ausbuddelt, also ist diese Methode nicht empfehlenswert auf dicht belegten Campingplätzen. In einigen Küstengebieten bekommt man sehr günstig Fisch als Alternative. Viele füttern dennoch in der Urlaubszeit Fertigfutter; wenn's nicht anders geht, wird es dem Hund sicherlich auch nicht schaden. Schließlich soll man sich im Urlaub auch erholen, also keinen Stress deshalb!

53. Was ist mit der Gefahr einer Magenumdrehung?

Es ist tatsächlich so, dass bei einer rohen, artgerechten Ernährung die Risiken einer Magenumdrehung wesentlich geringer sind. Dies beruht erst mal auf Berichten von Züchtern und anderen Hundehaltern, weil es keine wissenschaftlichen Studien über die Rohfütterung gibt. Nur berichten Züchter von großen Hunderassen wie Doggen, dass sie seit der Umstellung keine oder sehr selten Magenumdrehungen erlebt haben. Ich selber habe weder bei meinen noch bei Hunden, deren Besitzern ich bei der Umstellung geholfen habe, jemals eine Magenumdrehung erlebt. Und das, obwohl meine ältere Hündin Jesse schon 3 - 4 kg Fleisch geklaut und auf einmal verzehrt hat! Ich glaube, das verminderte Risiko beruht auf zwei Umständen: Erstens quillt das Rohfutter im Magen nicht auf und verursacht keine Gasbildung im Magen, und zweitens kauen die Hunde viel sorgfältiger ihr Rohfutter und fressen deshalb deutlich langsamer. Ein weiterer Punkt ist, dass es bei der Rohfütterung meistens zwei Mahlzeiten gibt; die Verteilung der Menge auf zwei Fütterungen verringert auch bei Fertigfutter die Gefahr einer Magenumdrehung.

54. Rohfleisch macht böse - oder nicht?

Das ist tatsächlich ein Märchen. Im Gegenteil: Eine Umstellung auf artgerechte Ernährung kann sogar helfen, sehr nervöse und aggressive Hunde etwas zu beruhigen. Minderwertige Nahrung wirkt sich auch auf das Verhalten aus! Es kann sein, dass ein Hund seinen Knochen vehementer gegen andere Hunde verteidigt als eine Schüssel Trockenfutter, aber sein Verhalten seinem Besitzer gegenüber ist eine reine Erziehungssache! Jeder Mensch, jedes Kind kann meinen Hunden einen Knochen wegnehmen, denn sie haben verstanden, dass Menschen keine Futterkonkurrenten sind. Hundebesitzer, die Vieh, z. B. Schafe, halten, machen sich Sorgen, Schaffleisch an die Hunde zu füttern, weil sie befürchten, die Hunde könnten zu Viehreißern werden. Ich hatte jahrelang eine Schafszucht mit 500 Tieren, dazu Hasen, Ziegen, Gänse und Schweine. Meine Hunde arbeiteten an der Herde und bekamen fast nur Schaffleisch zu essen. Abends fütterte ich ihnen gehäutete, verendete Lämmer und nachts schliefen sie bei den Lämmern, die wir mit der Flasche aufziehen mussten. Es hat nie ein Hund auch nur ansatzweise versucht, ein Schaf oder ein Lamm zu töten

55. Kann ich meine Katze roh ernähren?

Ja, das können Sie! Katzen sind, im Gegensatz zu Hunden, wahre Karnivoren und gedeihen prima mit natürlicher Ernährung. Allerdings ist es oft schwer, ältere Katzen auf Rohkost umzustellen, denn durch das geruchs- und geschmacksintensive Fertigfutter schmeckt ihnen natürliche Kost nicht mehr. Da hat man zwei Möglichkeiten: Entweder lässt man die Katze fasten, bis sie die rohe Nahrung annimmt (nie länger als drei Tage fasten sonst könnte die Katze einen Nierenschaden bekommen!), oder man fängt mit gekochtem Fleisch an und reduziert über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen die Kochzeiten, bis sie das Fleisch auch roh essen. Meine Katzen essen ausschließlich roh: Hühnerhälse, Flügel, Herzen, Mägen, Rindfleisch, Thunfisch usw. Mein Kater Batman frisst sogar Pansen und älteres Fleisch, aber er ist von klein auf natürlich ernährt worden! Die meisten Katzen lehnen Fleisch ab, das nicht frisch ist. Eine hervorragende Seite über die natürliche Aufzucht von Katzen ist savannahcats.de.
Ihr Wissen über Hundeernährung? Dabei ist sie die Basis eines langen, gesunden Hundelebens! Wie sieht es heute mit der Nahrung unserer vierbeinigen Lieblinge aus ? Ihr Hund ist ein vollständiges Familienmitglied und Sie möchten ihn natürlich so lange wie möglich gesund an Ihrer Seite haben. In den letzten Jahren ist bei Hundebesitzern, Züchtern und Tierärzten das Industriefutter, mit dem sehr viel Geld gemacht wird, immer mehr in Verruf geraten. Dank der schnellen Verbreitung von Informationen im Internetzeitalter wurde immer bekannter, dass die Futterindustrie Ihren Hund zum Müllschlucker umfunktioniert (zum Thema können Sie das exzellent recherchierte Buch „Katzen würden Mäuse kaufen“, Kosmos Verlag, lesen). Was da verarbeitet wurde bzw. noch wird, ist so brisant, dass ab 1. September 2010 eine neue strengere europäische Verordnung in Kraft getreten ist, die für mehr Klarheit und Kontrolle sorgen soll. Allerdings wird letztendlich nur Ihr Wissen und Ihr Wille für eine gute Ernährung zu sorgen, Ihr Haustier vor Krankheiten schützen, die erst seit der Industrialisierung der Futterherstellung grassieren, wie Allergien, Ekzeme und andere Hautprobleme, Krebs, Pankreatitis, Nieren- Bauchspeicheldrüsen- und Lebererkrankungen, Immunschwächen, Fruchtbarkeits- und Wachstumsstörungen. Eine steigende Anzahl von Hundespezialisten, Züchtern und Tierärzten sind sich einig: Hunde werden vor allem durch ungeignetes Futter krank. „Komm schon, so schlimm kann es nicht sein, Hauptsache ist doch, der Hund kriegt genug zu essen, früher haben die doch nur unsere Reste bekommen...“ Genau und diese waren um einiges gesünder als das, was sich in vielen Dosen/Tüten findet, das wird Ihnen in ein Paar Minuten auch klar sein. Gerade bei Tiernahrung sind die Qualitätsunterschiede weit grösser als Sie dies von unserer Nahrung her kennen. Sie sollten deswegen unterscheiden können, ob die Nahrung, die Sie Ihrem Hund verfüttern möchten hochwertig, mittelmässig oder minderwertig ist, denn auf Werbung und Bekanntheitsgrad können Sie sich keinesfalls verlassen. Ob Ihr Tierarzt das Futter anpreist ist leider auch kein Kaufargument, vor allem dann nicht, wenn Sie es bei ihm erwerben können, da die Hersteller massiv aktiv sind und schon in der Studienzeit für Werbung durch für sie arbeitende Professoren sorgen. Ausserdem verdient der Tierarzt reichlich am Futter, sein Interesse ist ganz klar: Käufer ködern. Pudelzucht von Quellenberg an der Mühl Allein Ihr Wissen wird Ihnen ermöglichen, das Futter vernünftig auszusuchen und sich für ein „System“ zu entscheiden (Trockenfutter, Dosen oder Frischfleisch), hierzu sollen die nachfolgenden zur Verfügung gestellten Informationen dienen. Das Thema „Futter“ beschäftigt mich schon länger, doch seitdem ich das o.g. Buch über die Machenschaften der Industrie gelesen habe und nach vielen Gesprächen mit Züchtern, der Tierärztin usw. habe ich mich 2 Jahre lang in Recherchen zum Thema gestürzt, EU-Verordnungen inklusive, mit dem Ergebnis, dass ich enorm viel dazugelernt habe und dieses auch umsetze, zur Freude meiner Vierbeiner. Ich mache hier bewusst keine Werbung für die Hersteller „besserer“ Nahrung und nenne auch nicht die schwarzen Schafe, es geht darum, Ihnen die Mittel zur Hand zu geben, die Produkte des Marktes zu bewerten. Diese Recherchen habe ich vor allem für die wichtigsten aller Wichtel gemacht: meine Teckel. Sie sind glücklich mit dem Ergebnis, nun wollte ich dieses Wissen nicht für mich behalten, sondern frei zur Verfügung stellen. Ich hoffe, dass dieses Dokument auch Sie nachdenklich machen wird. Woraus besteht überhaupt Fertigfutter ? Stellen Sie sich mal vor, Sie würden Tag für Tag die gleiche Tütennahrung essen. Eine, die durch Chemie erst Geschmack und Farbe, sowie Kalorien und Vitamine bekommt, den Bauch füllt, jedoch nichts natürliches mehr an sich hat und mehr den Namen „Füllmittel“ als „Nahrungsmittel“ verdient. Wie wird es wohl bei diesem „Nährwert“ auf Dauer mit Ihrer Gesundheit aussehen? Richtig, Sie werden krank! Weshalb kippen dann so viele Menschen Tag für Tag gedankenlos ihrem geliebten Hund ein solches Produkt in den Napf? Vielfach ist es Unwissenheit oder falsch kalkulierte Sparsamkeit. Der Mensch spart ein wenig am Futter und gibt später Unsummen für den Tierarzt aus. Doch auch die hochglanz-beworbenen Produkte aus dem hochpreisigen Premium-Segment machen unsere vierbeinigen Freunde krank, dabei ist es eigentlich gar nicht so schwer, für Hundegesundheit zu sorgen. Dazu gehören ausreichende Bewegung (tut dem Hundehalter auch gut) und entsprechende Nahrung. Trockenfutter Die meisten Hersteller verwenden in der Trockennahrung 60-90% Getreide (inkl. Mais und Reis sowie Restprodukte aus der Mehlverarbeitung bzw. von Brauereien uvm.), mit dem Ergebnis, dass immer mehr Allergien (Glutenunverträglichkeit) auftreten. Es gibt sogar bereits gross beworbene glutenfreie Futtersorten (!). Der Verdauungstrakt des Hundes ist jedoch auf die Verwertung von tierischem Protein (umgangssprachlich: Eiweiss) ausgelegt, er ist und bleibt ein Karnivor (Fleischfresser). Sein Bedarf an Aminosäuren ist grösser als der von Pflanzenfressern und er benötigt letztere, um ein gesundes Gewebe und Immunsystem aufrechtzuerhalten. Die nötigen Aminosäuren findet er in rohem Fleisch, wird dies jedoch erhitzt, verändern sich die Aminosäure-Ketten und werden größtenteils unverwertbar für seinen Verdauungstrakt. Sie können sich das leicht vorstellen: denken Sie an die Veränderung von Eiklar (es besteht aus Aminosäuren), wenn es kurz in der Pfanne erwärmt wird. Von einem flüssig-klaren Stadium verwandelt es sich zu einer weissen festen Masse. Ähnlich passiert es im erhitzten Fleisch, die Strukturen werden verändert und dies hat Konsequenzen bzgl. der Verwertung. So kommt es dazu, dass liebe Menschen, die sich viel Mühe für die Ernährung des Hundes geben und dafür täglich am Herd stehen, weil sie ihm eine Freude machen wollen, aus Unwissenheit den Nährwert zerstören. Die weitaus billigeren pflanzlichen Proteine sind nicht mit denen tierischen Ursprungs gleichzusetzen, das wissen auch Hochleistungssportler, die keinesfalls Soja als Proteinersatz anstatt Fleisch zu sich nehmen würden. Damit Sie nicht sofort merken, dass das gekaufte Futter hauptsächlich aus Getreide besteht, schlüsseln die Hersteller die Gesamtmenge in Unterprodukte auf , allein durch addieren werden Sie die reale Getreidemenge zusammenbekommen, wobei die Hersteller nie den genauen Grammwert pro Kg angeben. Bei den „Fleischzutaten“ handelt es sich dann meist um etwas, dass Sie nicht als solches beschreiben würden (siehe weiter unten). Zum Beispiel folgende Liste eines Premiumherstellers welcher seine Zutaten vorbildlich angibt, nach Mengen (höchste Menge oben), wie gesetzlich vorgeschrieben sortiert. Seite 2 Pudelzucht von Quellenberg an der Mühl • Rindfleisch (sehr positiv, keine Nebenerzeugnisse) • Weizenvollkornmehl • Weizenmehl T550 • Weizenmehl T2000 • Weizenkleie • Weizenschrot • Weizenkeime • Kartoffelflocken, Apfel • Leinsamen, Volleipulver • Petersilie, Karotten • Pastinaken, Liebstöckel • Rosmarin, Rapsöl • Mineralstoffe, Spurenelemente. Hört sich eigentlich gut an, nur ein zweiter Blick ergibt, dass es sich bei dem Produkt vor allem um Getreide handelt (Weizenvollkornmehl + Weizenmehl T550 + Weizenmehl T2000 + Weizenkleie + Weizenschrot + Weizenkeime). Die Pellets riechen gut, sind ansprechend, qualitativ einwandfrei, doch sind sie auch gesund für den Hund? Dass das Produkt dann „schonend“ gebacken wird, hilft der Verdauung auch nicht weiter, denn trotz positiver Punkte (keine Farbstoffe, keine „bösen“ Konservierungsstoffe, gutes Fleisch, Gemüse) ist der hundliche Verdauungstrakt einfach nicht für Getreide vorgesehen. Zieht man hingegen das „Fleisch“ ab, könnte ein Pferd gefallen daran finden, mit ein wenig Gewürz wäre es ein salziges Snack (habe ich probiert). Bei vielen Mischungen werden noch Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Antioxidantien, gern auch rote-Beete-Masse (sorgt für dunklen festen Kot, das haben Menschen lieber, schlechtes Futter produziert nämlich grosse, weiche, hellbraune Haufen, Fleisch und hochwertige Nahrung kleine, feste Haufen ...) zugesetzt, dann wird die Mixtur stark erhitzt und mit hohem Druck zu Pellets gepresst. Die meisten Hunde würden das Ergebnis nicht freiwillig fressen, daher werden Vitamine, Fette und Lockstoffe (damit die Hunde das Zeug überhaupt als Futter wahrnehmen) nachträglich aufgesprüht. Guten Appetit. Folgende Zusammensetzung ist nicht die eines Randproduktes, sondern ist die eines sehr bekannten Marktführers. Der Produktname wird sogar von etlichen Personen als Synonym für „Hundefutter“ genutzt: • Getreide, davon mind. 4% Reis (Getreide an erster Stelle ist wenigstens ehrlich) • Pflanzliche Nebenerzeugnisse (auf Platz 2! Es ist Müll aus der Industrie, nur welcher?) • Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, davon mind. 4% Geflügel (erst an 3. Stelle und nicht aufgeschlüsselt) • Öle und Fette • Mindestens 4% Gemüse (wenn auf Platz 5 Gemüse aufgeführt wird und auf Platz 2 „pflanzliche Nebenerzeugnisse“, denkt ich automatisch daran, dass Sägemehl schliesslich auch ein solches Nebenerzeugnis ist. Worum es sich wirklich handelt, weiss ich nicht, jedoch wird es nicht etwas sein, womit es sich werben lässt) • Mineralstoffe Seite 3 Pudelzucht von Quellenberg an der Mühl • Milch und Molkereierzeugnisse (?) • Zucker (Hat rein gar nichts in Hundenahrung zu suchen, ist schlecht für die Zähne und lässt die Analdrüsen verstopfen) Sie denken, es ist unmöglich dass Holzreste im Futter landen? Weit gefehlt, nachfolgend ist die genaue Zusammensetzung eines Spezialhundefutters für kleine Hunde (mit Hundbild auf der Packung), ein Premiumprodukt der obersten Preiskategorie mit dem viele Züchter sogar zusammenarbeiten, sie erhalten das Futter sehr vergünstigt, dafür werben sie dafür bei den Welpenkäufern – Die Zutatenliste befindet sich öffentlich zugänglich auf der Herstellerseite im Internet, ich habe sie nicht verändert, lediglich mit Kommentaren versehen. Gehen wir mal davon aus, dass der Hersteller vorbildlich die Inhalte nach Mengen aufgelistet hat: • Reis (billige Zutat, kommt direkt hinten wieder heraus, bei ganzen Reiskörnern gut zu sehen) • Geflügelmehl (um welche Teile des Geflügels es sich handelt, wird lieber verschwiegen. Sehr wahrscheinlich Abfälle, sonst könnte der Hersteller damit prahlen, das tut er jedenfalls sehr konsequent bzgl. seiner Produkte) • Maisfuttermehl (??? Wir haben es mit einem Karnivoren zu tun, nicht mit einem Huhn ) • Tierfett (ohne weitere Angabe. Es soll Energie geben. An sich nicht schlecht, nur sollte man wissen, woher es stammt) • Pflanzenproteinisolat („Ausgewählte, leicht verdauliche Proteine mit hoher biologischer Wertigkeit“ sagt der Hersteller... Es handelt sich dabei hochwahrscheinlich um Soja. Planzenproteine sind jedoch keinesfalls mit Fleisch gleichzusetzen, allerdings sind sie sehr viel billiger, von wegen hohe Wertigkeit) • Maiskleberfutter (nochmals Mais) • Mais (und ein drittes Mal Mais... Jetzt alles schön zusammenrechnen und damit landet Mais ganz oben auf der Zutatenliste, damit dürfte jeder fast schon in der Lage sein, das Futter zu erkennen) Seite 4 Pudelzucht von Quellenberg an der Mühl • Tierisches Eiweiß hydrolysiert (Sie dürfen spekulieren, fachlich handelt es sich dabei bei einer Hydrolysierung, um die Zerlegung von Stoffen durch chemische Reaktion mit Wasser. Leider muss ich dabei zwangsläufig an Hufe, Federn, Wolle u.a. denken. Laut der Futterindustrie werden so Proteine verdaulicher gemacht. Alles schön und gut, aber meine sehr gesunden Hunde verdauen schlichtweg alles… Knochen und Fischgräten inklusive) • Lignozellulose (Dies ist... HOLZ! Definition: „Die Lignozellulose bildet die Zellwand verholzter Pflanzen und dient ihnen als Strukturgerüst. Eine Nutzung findet in Form von Holz als Baustoff und Brennstoff statt“. Dem breiten Publikum weniger bekannt ist, dass Mischungen aus Lignozellulose in der Schweinemast eingesetzt werden - und wie vorliegend auch im Premium-Hundefutter zu horrenden Preisen! - , es soll u.a. Durchfall verhindern. Es füllt den Magen durch ein extrem hohes Wasserbindevermögen von rund 8 Liter Wasser pro kg aus und das innerhalb von 2 Minuten. Das ist rund 2,4-mal mehr als Zukkerrübenschnitzel - wobei das Warum dieser Schnitzel im Futter auch geklärt wäre -, siehe nächste Zutat. ) • Rübentrockenschnitzel (billiger Magenfüller, süss ist gleich anziehend) • Mineralstoffe • Sojaöl, Borretschöl, Fischöl (aha, wie wird dies denn konserviert?) • Hefe, Fructo-Oligosaccharide, Natriumtriphosphate, Taurin, Mannan-Oligosaccharide, DL-Methionin • Ei getrocknet • Hydrolysat aus Krustentieren (reich an Glukosamin), L-Tyrosin, Polyphenole (aus Trauben und grünem Tee), L-Carnitin, Hydrolysat aus Knorpel (reich an Chondroitin), Studentenblumenextrakt (reich an Lutein). Nachdem ich mich über den offensichtlich Mangel an Aufklärung bzgl. der Konservierung (vor allem der Oele) gewundert habe, fand ich nach langer Suche auf der schweizerischen Seite des Herstellers folgenden Text: “Als Konservierungsmittel wird bei (Firmenname) Kaliumsorbat (E 202) eingesetzt. Kaliumsorbat kommt natürlich in der Vogelbeere vor und hemmt das Wachstum von Schimmelpilzen und Bakterien in der Nahrung. Antioxidantien sind Stoffe, die das Ranzigwerden der Fette in der Nahrung verhindern, d.h. sie schützen die Fette vor der Oxidation mit Sauerstoff. Synthetisch hergestellte Antioxidantien schützen das Fett viel wirksamer vor einer Oxidation, als natürliche. Ranzige Fette im Futter müssen unbedingt vermieden werden, denn sie schädigen die Gesundheit des Tieres. (Firmenname) verwendet deshalb neben den natürlichen Antioxidantien auch Butylhydroxyanisol (E 320), Butylhydroxytoluol (E 321) und Propylgallat (E 310) als Antioxidantien.“ Nun dürfte auch klar sein, weshalb ich lange nach diesen wichtigen Informationen suchen musste, auf der Zutatenliste war dies nirgends angegeben und dies aus gutem Grund. Mittlerweile wissen immer mehr Hundehalter, dass diese chemischen Antioxidantien schädlich sind und würden ein Futter die sie enthält, keinesfalls kaufen. Hierzu erfahren Sie später mehr. Ich hatte hier und da negative Kommentare zu diesem Futterhersteller gefunden („enthält Sägemehl“), konnte mir jedoch keinen Reim daraus machen, da ich ihn aus Kindertagen als „sehr gutes Futter“ zu kennen glaubte. Da bleibt dem denkenden Menschen die Luft weg, vergleicht er doch die hochtrabenden Werbesprüche über das „Premiumfutter“ zum Goldpreis (mit entsprechender Verpackung), mit dem „Restmüll“ aus dem es besteht. Da wird der Käufer schlicht und ergreifend für ein Vollidiot gehalten. Dieser Hersteller ist nicht der Einzige, der Sie dermassen für dumm erklärt. Es ist eigentlich fast schon egal, wo man hinschaut, was selten im Futter zu findest ist, bleibt das, was drin sein sollte: Fleisch. Seite 5 Pudelzucht von Quellenberg an der Mühl Für diejenigen, die einfach nicht anders können, als dem Hund Trockenfutter zu geben (z.B. weil sie viel mit ihm auf Reisen sind) gibt es einige wenige Trockenfutterhersteller, die qualitätsorientiert und hundegerecht nach BARF-Prinzip herstellen - allerdings mit Abzug wegen der Erhitzung des Produktes bei der Herstellung (siehe weiter unten für Erklärungen) und zwar ganz ohne Getreide oder Müllverwertung. Diese Hersteller gehören nicht den grossen Industriekonzernen, die eigentlich Fertignahrung für Menschen herstellen. Dumm nur, dass sowas aus Uebersee kommt, das ist wenig ökologisch. Der Inhalt liest sich so: • Frisches Hühnerfleisch ohne Knochen (25%) • Hühnertrockenfleisch (17%) • frischer grätenfreier Lachs (10%) • Truthahntrockenfleisch (7%) • Heringstrockenfleisch (7%) • Russet Kartoffeln • Erbsen • Süsskartoffeln • frischer Truthahn ohne Knochen • frische ganze Eier • frische Hühnerleber • frisches grätenloses Fellchen • frischer grätenfreier Zander • sonnengereiftes Alfalfa • Erbsenfasern • Hühnerfett (konserviert mit Tocopherol) • getrockneter biologischer Seetang • Kürbis • Zichorienwurzel • Karotten • Spinat, Stielmus, Äpfel, Moosbeeren, Heidelbeeren, Süssholzwurzel, Angelikawurzel, Bockshornklee, Ringelblume, süsser Fenchel, Pfefferminzblätter, Kamille, Löwenzahn, Bohnenkraut, Rosmarin • Vitamin A, Vitamin D3, Vitamin E • Niacin, Thiamin, Riboflavin, Kalzium, Pyridoxin, Folsäure, Biotin, Vitamin B12 • Zink, Eisen, Mangan, Kupfer, Selen • Lactobacillus acidophilus, Enterococcus Faecium (Milchsäurebakterien). Ein Hoch auf den Produzenten, der Klartext in Prozenten spricht. Das Ergebnis: 80% Proteine, wenig Fett (17%) und 20% Gemüse/Obst/Kräuter. Die wichtigen Omega-3 Säuren sind im Fischanteil enthalten. Glucosamine und Chondroitin sind auch natürlich enthalten. Konserviert wird auf natürliche Art und Weise, ausserdem wurden die einzelnen Bestandteile nicht vorab konserviert (so frech ist nämlich so mancher Hersteller, er behauptet keine Konservierungsmittel einzusetzen, aber verwendet bereits mit Konservierungsmitteln versetzte Zutaten und das darf er sogar!). Für ältere Hunde gibt es Fleisch-reduzierte Versionen. Seite 6 Pudelzucht von Quellenberg an der Mühl Dosenfutter Der Trick mit den 4% Das Dosenfutter wird erhitzt, um es zu konservieren, dabei werden die wertvollen Aminosäure- Ketten umgewandelt. Der Inhalt ist selten besser als beim Trockenfutter. Sie wundern sich, dass Ihr Hund die sonst begehrte Dosennahrung „mit Wild“ nicht mehr anrührt? „Mit ...“ bedeutet lediglich, dass 4% des Fleisch-Inhalts in diesem Fall Wild entsprechen. Das können dann durchaus minderwertige Abfälle sein. Woraus der Rest des Fleisches (96%!) besteht ist unbekannt. Das kann mal Rind sein, in der nächsten Produktionsfuhre allerdings Schwein oder Geflügel, je nach dem, was billig zu bekommen ist. Sie könnten also in einer „Wild“-Dose vor allem Rind vorfinden. Diese Dosen sollten Sie meiden, sie gaukeln Ihnen etwas vor. Beispiel Doseninhalt anhand eines marktführenden Herstellers: • Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (u.a. mind. 4% Rind, mind. 4% frisches Fleisch) (auf der Dose steht das Wort „Rind“ ganz gross, mindestens 4% Rind ist gar nichts und mindestens 4% frisches Fleisch heisst, dass der Rest aus Schlachtabfällen besteht.) • Gemüse (mind. 4% einer Erbsen-Karottenmischung) (diese Gemüse wird auch werbetechnisch hervorgehoben. Frage: was sind überhaupt die restlichen 96%?) • Bäckereierzeugnisse (mind. 4% gekochte Nudeln) (kann der Hund nicht verwerten) • Getreide (bitte zu den Bäckereierzeugnissen hinzuaddieren) • pflanzliche Eiweissextrakte (schon wieder Reste, vom Hund nicht verwertbar, wird sich um Soja handeln, schön billig und aus gentechnisch veränderten Pflanzen) • pflanzliche Nebenerzeugnisse (mind. 0,4% getrockneter Zuckerrübenbrei) (nicht direkt Zucker, doch fast und nicht hundegerecht, soll den Hund wohl zum fressen animieren) • Öle und Fette, Mineralstoffe • Mit natürlichen Farbstoffen (EG-Zusatzstoffe) (klar, der Hund beschwert sich sonst über die Farbe.) Es gibt allerdings auch Hersteller, die gute Qualität produzieren und durchaus darauf achten, was in die Dose kommt. Leider muss jedoch immer zwecks Konservierung erhitzt werden. Es ist also wichtig, dass Sie Etiketten lesen. Allgemeinwissen Was sind „Tierische Nebenerzeugnisse“? Im Hundefutter findet sich meist der „Abfall“ aus der Produktion diverser Güter. Wenn Sie nicht auf Frischnahrung umstellen wollen oder können (siehe weiter unten), lohnt es sich, zweimal auf das Etikett zu sehen und die Begriffe zu kennen. Laut Gesetz sind neben Fleisch auch tierische „Nebenerzeugnisse“ aus der Schlachtung erlaubt. Das können „gute“ Nebenerzeugnisse wie Herz, Leber oder auch Blut... aber leider auch die Geschlechtsorgane oder Drüsen sein (inkl. Hormone und deren unerforschten Wirkung auf unsere Haustiere), minderwertiges Bindegewebe, die Lunge oder sogar Gedärme inklusive Kot. Je weniger auf der Verpackung steht, desto mehr können Sie vom schlimmsten ausgehen, denn mit guten Zutaten machen die Hersteller massiv Werbung. Was der Wolf nicht im Traum fressen würde, wird im Hundefutter beigemischt, dazu gehören z.B. Federn, Hörner, Hufe, Wolle, welche Ihnen dann als „wertvolle Proteine“ teuer verkauft werden. Wenn das nicht unsere „hydrolysierten Proteine“ sind... Dadurch wird der Hund zum Müllschlucker umfunktioniert. Da wundert es auch nicht mehr, dass Holzmehl (als „Zellulose“ getarnt), zusammen mit altem Frittenöl in der Dose landet. Nachdem Dioxin-verseuchte Dosen auftauchten, wurde festgestellt, dass auch alte Motoröle beigemischt wurden. Es ist sogar die Seite 7 Pudelzucht von Quellenberg an der Mühl Rede von Flohhalsbändern verendeter Tiere oder von Kunsstoffverpackungen von abgelaufenem Supermarktfleisch, die nicht entfernt werden, sondern einfach samt Inhalt zu Fleischmehl verarbeitet werden. Leider war ich nicht persönlich anwesend, um von soetwas zu berichten, ich habe es lediglich gelesen, doch wo sich viel Geld machen lässt, gibt es viele schwarze Schafe, da werden auch die Gesetze nicht alle derartigen Machenschaften verhindern können. Sie sollten demnach bei den Worten „Tierische / Pflanzliche Nebenerzeugnisse“ wachsam sein, Hersteller, die hochwertige Nahrung herstellen, listen meist genau die Nebenerzeugnisse auf, bzw. senden auf Anfrage komplette Listen, denn sie haben nichts zu verstecken. Seit der Entscheidung der europäischen Kommission vom 27. Dezember 2000 zur Untersagung der Verwendung bestimmter tierischer Nebenerzeugnisse in Tierfutter (Aktenzeichen K(2000) 4143) dürfen laut Artikel 2 u.a. folgende Abfälle nicht mehr im Futter landen (anders ausgedrückt: vorher kamen sie rein): „...Tiere, die nicht für den menschlichen Verzehr geschlachtet wurden ... sondern ... verendet sind, einschließlich totgeborener und ungeborener Tiere. Kadaver von: Heimtieren, Zootieren, Zirkustieren, Versuchstiere, von der zuständigen Behörde aufgeführte wildlebende Tiere, zum Zweck der Seuchenbekämpfung im landwirtschaftlichen Betrieb getötete Tiere, während der Verbringung verendete Nutztiere.“ Fazit: Sie werden nur wenige Hersteller finden, die wirklich ohne tierische Nebenerzeugnisse produzieren. Letztere müssen allerdings nichts schlechtes sein, es gibt ja auch gesunde Nebenerzeugnisse (z.B. Herz). Ein guter Hersteller hat nichts zu verbergen. Wenn er nicht bereits im Internet die genaue Zusammensetzung preisgibt, schriftlich nachfragen z.B. per Mail. Dieses Recht nachzuhaken ist sogar gesetzlich festgelegt: Amtsblatt der Europäischen Union L 229/7 vom 1. September 2009: „23) In bestimmten Bereichen, in denen der Hersteller nicht verpflichtet ist, Einzelheiten anzugeben, sollte der Kunde die Möglichkeit haben, zusätzliche Informationen anzufordern.“ Die zu kontaktierende Anschrift muss gut lesbar auf der Verpackung angebracht sein.“ Wie ist die Rechtslage? Was sind Futterzusatzstoffe? Nachfolgend die EU-Verordnungslage. Wer lieber direkt zu den Inhaltsstoffen möchte, bitte direkt zum nächsten Punkt „Was keinesfalls in das Futter gehört“ blättern. Ref: Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. September 2003 über Zusatzstoffe zur Verwendung in der Tierernährung. Vereinfacht sind es Stoffe, die zugesetzt werden, um eine positive Wirkung auf das Futter selbst (z.B. bessere Verarbeitung während der Produktion, Konservierung) oder auf den Endkonsumenten (Verdaulichkeit, besseres aussehen, Geruch...) zu erzielen. „Sensorische Zusatzstoffe“ sind Farbstoffe und Aromastoffe, welche den Geruch oder die Schmackhaftigkeit verbessern sollen (was der Hund sonst nie essen würde, wird damit „schmackhaft“ gemacht). „Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe" sind Vitamine, Provitamine und ähnliches, sowie Verbindungen von Spurenelementen, Aminosäuren, aber auch Harnstoff und seine Derivate (verständlicher ausgedrückt: Urin!). „Technologische Zusatzstoffe" sind: Seite 8 Pudelzucht von Quellenberg an der Mühl Konservierungsmittel (Stoffe oder Mikroorganismen, die verhindern, dass sich ein Pilz ausbreiten kann). Antioxidationsmittel (verlängern die Haltbarkeit, indem sie vor den schädlichen Auswirkungen der Oxidation schützen: z.B. verhindern, dass die Oele ranzig werden). Emulgatoren machen es möglich, zwei Stoffe unterschiedlicher Phasen, homogen zu mischen (z.B. Wasser mit Oel). Stabilisatoren dienen dazu den physikalisch-chemischen Zustand eines Futtermittels aufrecht zu erhalten. Verdickungsmittel erhöhen die Viskosität. Geliermittel kennen Sie vom Tortenguss. Bindemittel erhöhen die Tendenz der Partikel eines Futtermittels, haften zu bleiben (Sauce soll am Fleisch haften). Trennmittel: der genaue Gegensatz zum Bindemittel (Futterbrocken sollen nicht aneinanderkleben). Säureregulatoren sind Stoffe, die den pH-Wert eines Futtermittels regulieren. Ausserdem in der Verordnung vermerkt: Stoffe zur Beherrschung einer Kontamination mit Radionukliden. Stoffe, die die Absorption von Radionukliden verhindern oder ihre Ausscheidung fördern. Ausschlusskriterien bei der Zulassung von Zusatzstoffen (Artikel 5 Abs. 2) Der Futtermittelzusatzstoff darf a) sich nicht schädlich auf die Gesundheit von Tier und Mensch oder auf die Umwelt auswirken; b) nicht in einer Weise dargeboten werden, die den Anwender irreführen kann; c) keinen Nachteil für den Verbraucher durch die Beeinträchtigung der Beschaffenheit der tierischen Erzeugnisse mit sich bringen und darf bezüglich der Beschaffenheit der tierischen Erzeugnisse nicht irreführen. Amtsblatt der Europäischen Union L 229/7 vom 1. September 2009: „(20) Der geltende Grundsatz, nach dem nur bestimmte Futtermittelzusatzstoffe angegeben werden müssen, wenn sie in Einzelfuttermitteln und Mischfuttermitteln verwendet werden, hat sich bewährt. Allerdings bedarf die Kategorisierung gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 einer Aktualisierung und Modernisierung, unter anderem aufgrund der Tatsache, dass vor allem Heimtierbesitzer über die Angabe einiger Futtermittelzusatzstoffe verwirrt sein könnten.“ (Verwirrt sind wir tatsächlich, und zwar wenn nur steht: EWG-Zusatzstoffe). Laut Verordnung müssen die Zusatzstoffe komplett gemäß Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 aufgeführt werden, mit allerdings einer Ausnahme (Kapitel I: Kennzeichnung von Futtermittelzusatzstoffen nach Artikel 15 Buchstabe f und Artikel 22 Absatz 1 / 2): „Abweichend ... kann für Zusatzstoffe der Funktionsgruppen „Konservierungsmittel“, „Antioxidationsmittel“ und „Farbstoffe“ gemäß Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1831/2003 lediglich die betreffende Funktionsgruppe angegeben werden. In diesem Fall werden die Angaben gemäß Absatz 1 von der für die Kennzeichnung zuständige Person auf Anfrage des Käufers mitgeteilt.“ Achtung: Hier wird letztendlich das Verschleiern stark begünstigt. Auf der Packung steht dann „EWG Zusatzstoffe“ und falls Sie es wirklich wissen wollen, müssen Sie nachhaken. Allerdings sollten Sie nicht folgenden Artikel ausser Acht lassen, er gibt Ihnen nämlich Rechte: Amtsblatt der Europäischen Union L 229/7 vom 1. September 2009, „Kapitel 4 Kennzeichnung, Aufmachung und Verpackung“: Artikel 19 Zusätzliche zwingende Kennzeichnungsanforderungen für Heimtierfuttermittel „Auf dem Etikett von Heimtierfuttermitteln ist eine kostenfreie Telefonnummer oder ein anderes geeignetes Kommunikationsmittel anzugeben, damit der Käufer neben den vorgeschriebenen Angaben zusätzliche Informationen erhalten kann über a) die in dem Heimtierfuttermittel Seite 9 Pudelzucht von Quellenberg an der Mühl enthaltenen Futtermittelzusatzstoffe und b) die enthaltenen Einzelfuttermittel, soweit deren Kategorie gemäß Artikel 17 Absatz 2 Buchstabe c angegeben ist.“ Was keinesfalls in das Futter gehört A.Chemische Konservierungsstoffe und Antioxidantien Studien ergaben, dass chemische Konservierungsmittel die Bildung von weißen Blutkörperchen verhindern. Da sie ausserdem das Immunsystem schwächen, die Glucoseaufnahme blockieren und in Verdacht stehen, krebsfördernd zu sein, dürfen sie nicht mehr in Menschennahrung verwendet werden. In der Tiernahrung aber schon. Ein Studie von Dr Alfred Plechner (Amerikanischer Tierarzt und Tierernährungsspezialist) ergab, dass diese Mittel auch bei Hunden krebsfördernd sind. Ausserdem sorgen sie für Leberschäden, begünstigen Fötenmissbildung und Lungentumore. Versuche ergaben auch allergische Reaktionen und Gehirnschäden. Vorsicht: es gibt Hersteller, die nicht davor zurückscheuen, in Grossbuchstaben „ohne künstliche Konservierungsstoffe“ auf der Packung zu vermerken. Sie nutzen aus, dass das Gesetz Konservierungsstoffe und Antioxidantien trennt, obwohl diese eigentlich zusammengehören sollten. Schaut man dann im Kleingedruckten nach, findet sich oft der Zusatz „Antioxidant: EWG Zusatzstoffe“. Da Hersteller, welche „gute“ Antioxidantien einsetzen (z.B. Vitamin E oder C) sich nicht verstecken müssen, gehen Sie mal davon aus, dass es sich hier um die unerfreulichen handelt. Zu den chemischen Konservierungsstoffen gehören Ethoxyquin (In Europa ist Ethoxyquin in der menschlichen Nahrung nicht zugelassen), BHA (Buthylhydroxianisol E320), BHT (Buthylhydroxitoluol E321), Propylgallate (E310). B.Minderwertige Nebenerzeugnisse tierischer oder pflanzlicher Art C.Farbstoffe die dem Dosenöffner Mensch was vorgaukeln sollen. Dem Hund ist die Farbe reichlich egal! Farbstoffe haben nichts im Futter zu suchen (wie auch nicht in unserer Nahrung wohlgemerkt). D.Zucker in jeglicher Form (z.B. Karamell): verbessert die Konsistenz und den Geschmack, hat jedoch Folgen für die Zähne, die Bauchspeicheldrüse und sorgt für verstopfte Analdrüsen. E.Kohlenhydrate in grossen Mengen (bitte einzelne Zutaten zusammenrechnen!) Verstärkt finden sich Hunde, die Glutenallergien aufweisen, was sich u.a. durch juckende Pfoten, die dann wundgeleckt werden äussert. F.Propylenglycol Auch bekannt als Frostschutzmittel. Damit wurde bereits Wein gepanscht. Es ist süss und dient als Konservierungsmittel. Das es nicht gesund ist... dürfte spätestens nach den Sterbefällen bedingt durch den Genuss besagten gepanschten Weines bekannt sein. Was sollte in dem Futter sein? Seite 10 Pudelzucht von Quellenberg an der Mühl Hochwertiges Muskelfleisch (welches durchaus auch in getrockneter Form oder als Fleischmehl eingesetzt werden kann, dies muss nicht zwingend minderwertig sein) Ein kleiner Anteil Innereien (diese liefern Vitamine und Mineralstoffe) bis zu 30% aufgeschlossenes Vollkorngetreide (z.B. gepoppter Reis), Gemüse und Früchte, wobei die letzteren zwei, den grössten Teil einnehmen sollten Hochwertige Energielieferanten: Hühnerfett, Fischöl, Distelöl, Rapsöl... Vitamine und chelatierte Mineralien Natürliche Antioxidantien (müssen sein, damit das Fett nicht ranzig wird), z.B. Vitamin E (Tocopherol) oder C (Ascorbinsäure). Vorsicht bei Knoblauch! Knoblauch wird eine Wirkung gegen Parasiten zugesprochen, dabei ist das Zwiebelgewächs genau wie die Zwiebel schädlich für Hunde. Trotzdem finden sich immer wieder Produkte, bei denen mit dem Knoblauchgehalt sogar geworben wird. Neueste Erkenntnisse (2009), nach denen die Hunde davon anämisch werden (und zwar auch bei kleinen Mengen, die jedoch über lange Zeiträume gegeben werden) sind noch nicht überall angekommen. Unschädliche Zusatzstoffe: Ascorbinsäure – auch als Vitamin C bekannt Betakarotin – ein Provitamin A Biotin (Vitamin H) – ist gut für die Haarqualität Calciferol – Vitamin D Calciumcarbonat – bringt Kalzium Panthenol (Calcium Pantothenat) – Vitamin B5 Calcium Phosphat Chlorine – Chloride Cholin Cobalamin – Vitamin B 12 Dicalcium Guarmehl – ein natürliches Verdickungsmittel Kobalt Kupfer Eisensulfat Folsäure (erhalten auch schwangere Frauen) Seite 11 Pudelzucht von Quellenberg an der Mühl Inositol Mangan Magnesium Menadion: umstritten Natriumchlorid Niacin – Vitamin B3 Potassiumchlorid Piridoxin – Vitamin B6 Retinol Riboflavin – Vitamin B12 Natriumascorbat Sodium Selen Taurin Methionin Tocopherol – Vitamin E Thiamin – Vitamin B1 Zink Ja und jetzt? Dosen oder Trockenfutter? Oder was denn nun? Die Erhitzung der Brocken oder Dosen zerstört bzw. verändert viele Vitamine, Aminosäuren und Fette. Diese können dann nicht mehr bzw. nur noch teilweise verwertet werden (dies kennen Sie z.B. vom Olivenöl, heissgepresst ist es minderwertig und verliert seine positiven Eigenschaften). Omega-3-Fettsäuren fehlen meist gänzlich im Fertigfutter, weil sie nicht lange haltbar gemacht werden können. Eigentlich sind die gekochten Nahrungsmittel vom Inhalt nichts anderes als „tot“. Die vorhandenen Vitamine, Mineralien, Enzyme und Aminosäuren werden zerstört oder in einen unbrauchbaren Zustand umgewandelt. Nachträglich zugeführte künstliche Vitamine usw. werden nicht so vom Körper verwertet, wie die natürlichen. Der Hund wird durch „leere“ Kalorien am Leben gehalten, meist hat er mit Uebergewicht zu kämpfen, scheint immer fressen zu wollen (er will wohl den Mangel an Nährstoffen ausgleichen) und oft genug kommt es zu Erkrankungen. Das Immunsystem wird durch den Mangel an Enzymen, Aminosäuren und essentiellen Fettsäuren schwächer; die durch die Unnatürliche Ernährung überforderte Bauchspeicheldrüse funktioniert nicht mehr richtig; Zahnstein entsteht und damit der für viele Menschen „typische“ Mundgeruch, der eigentlich gar nicht normal ist. Darauf folgt chronische Zahnfleischentzündung (Gingivitis), welche laut neuen unabhängigen Untersuchungen beim Hund eine Immunschwäche verursacht. Inzwischen gibt es sogar diverse Diätfutter, um die Erkrankungen zu behandeln, die durch das Füttern von Fertigfutter überhaupt erst entstanden sind. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über diese Ironie lachen. Das (meist teure) Diätfutter ist unnötig. Seite 12 Pudelzucht von Quellenberg an der Mühl Ein älterer Hund (oder ein kastrierter Rüde/eine sterilisierte Hündin) mit Tendenz zu Uebergewicht: 1) bewegt sich nicht genug 2) frisst zuviel 3) bekommt das falsche Futter. Ich habe vielfach gelesen, dass Tierhalter herausfanden, dass Ihre Hunde durch das Diätfutter sogar zunahmen. Wenn schon Dosen, dann sollten diese möglichst schonend zubereitet werden, damit der natürliche Vitamingehalt erhalten bleibt. Durch die luftdichte Konservierung sollten diese ohne Konservierungsstoffe auskommen. Viele Menschen empfinden Dosen aufgrund des Geruchs als unangehm. Falls Ihre gerade geöffnete Dose nicht nach guter Landpastete riecht, sind wohl Lockstoffe darin, diese brauchen Sie weder sich, noch dem Hund anzutun. Wie Sie das Etikett entziffern, oder sich weiter informieren können, wissen Sie jetzt, ausserdem können Sie nun auch entscheiden, ob die Zusammensetzung in Ordnung ist oder hinkt. Die meisten trockenen Brocken oder Pellets werden durch die profitorientierte Produktion so reiz- und gehaltvoll wie ein Stück Pappe. Damit der Hund sie überhaupt als „Futter“ wahrnimmt, werden sie mit Fetten, Vitaminen und Lockstoffen besprüht. Erkennbar sind sie am Geruch, an der Farbe, aber auch an der absoluten Gleichförmigkeit und dem Film, den sie auf Ihren Fingern hinterlassen. Auch sollten die Pellets nicht aussehen, wie ein Stück Keks, dann enthalten sie nämlich zum Grossteil Getreide. Gutes Trockenfutter riecht nicht unangehm, ist nicht gleichförmig, verschmiert nicht Ihre Finger und enthält kaum Getreide. Den Nährwert des Futters erkennen Sie schliesslich auch daran, welche Menge der Hersteller zur täglichen Fütterung empfiehlt. Je grösser die Mengenangabe, desto geringer ist der Nährwert. Zum Beispiel reichen ca. 100-130 gramm eines hochwertigen Trockenfutters aus, um einen Standard-Teckel fit zu halten. Ausserdem können Sie auch Ihren Hund beim Klogang beobachten: bei gleichem Gewicht und Typ (Pellets/Dose) des gefressenen Futters, ist die Qualität umso höher, je kleiner der Haufen ausfällt (was hinten herauskommt, konnte nicht verwertet werden). Von den Haufen lernen Sie sehr viel, z.B. dass Reis bzw. Getreidekörner direkt erkennbar sind, bzw. Sesamkörner von der Verdauung unangetastet erscheinen. Woraus besteht eigentlich der Speiseplan des ursprünglichen Caniden? Um zu wissen, was der Hund zum Leben benötigt, sollte der Mensch sich nach seinem Vorfahren, dem Wolf richten. Schliesslich stammt unser Haushund, egal ob Mini-Chihuaha oder Riesen- Dogge, von ihm ab, genetisch sind die Unterschiede überraschend gering. Die Hundenahrung sollte sich demnach an der des Wolfes orientieren. Der Wolf ist ein hervorragender Jäger, der seine erbeutete Nahrung auch anderen Mitgliedern seiner Meute zur Verfügung stellt. So „pflegt“ er sogar verletzte Rudelmitglieder und bring Nahrung mit (Lesetip: „Wölfisch für Hundehalter“, Kosmos-Verlag). Wolfsbeute ist vor allem Grosswild, jedoch werden auch Kleintiere (Mäuse, Kaninchen und ähnliches) gejagt. Bei Gelegenheit werden Grossvögel erlegt, Fische gehören seltener zu Speiseplan (mit der Angel klappt es wohl noch nicht ganz). Dazu kommen noch Obst, Kräuter, Beeren, Gräser, Wurzeln, Insekten und auch Kot der Pflanzenfresser. Daraus ergibt sich folgende Nahrungszusammensetzung, der wir möglichst nahe kommen sollten: Fleisch (für Eiweiss und Fette) Innereien (fettlösliche Vitamine und Spurenelemente) Knochen (Kalcium) und Knorpel (gut für Gelenke) Blut (Natrium) Seite 13 Pudelzucht von Quellenberg an der Mühl Darminhalt der Pflanzenfresser (u.a. Gräser) Kräuter und Gräser, Früchte Zurück bleiben lediglich Haut und Haare, Magen, Sehnen, zu harte Knochen. Lockstoffe, Zucker, Konservierungsmittel usw. kennt der Wolf nicht. Auch schaut er nicht beim Bäcker vorbei, um sich Brot zu kaufen oder beim Chinesen bzw. Italiener zwecks Besorgung von Reis oder Nudeln (es ist kein Gluten im Speiseplan vorhanden und sein Verdauungstrakt ist gar nicht darauf ausgelegt). Das Essen von Pflanzen und Beeren ist übrigens auch bei unseren Hunden zu sehen: Grass futtern meine Teckel sehr gerne, vor allem das frische junge Frühlingsgrass hat es ihnen angetan und ich konnte schon einen grossen Jagdhund beobachten, der seelenruhig mit gespitzter Schnauze einen Brombeerbusch leerpflückte (wobei ich zugeben muss, dass ich zuerst dachte, ich würde halluzinieren). Nachdem er sich einmal schmerzhaft die Lefze stach, hat Walko sich fortan immer einen Menschen zum Pflücken organisiert und ihm klargemacht, er möge ihn doch bitte mit den leckeren Früchten füttern und wehe, Sie haben selbst davon genascht, da kam ein ernster strafender Blick. Kleveres Kerlchen. Vom Wolf zum Familienhund Auch ihr Wauwau ist ein Karnivor und das sollten selbst Vegetarier akzeptieren. Falls die Idee, dass ein Hund Fleisch essen muss, sie stört, sollten Sie sich vielleicht nach einem anderen Haustier umsehen, denn dem Hund tun Sie durch evolutionskonträre Fütterung keinen Gefallen. Caniden besitzen kräftige Eckzähne (sie sind Beutegreifer) und die Backenzähne sind sehr scharf, ganz anders als unsere stumpfen Quetschwerkzeuge. Der Hund kann damit gut Fleisch und Knochen durchbeißen (alternativ leider auch Leinen und Stuhlbeine). Im Speichel Ihres Fleischfressers befinden sich keine Verdauungsenzyme, die z.B. von Pflanzenfressern benötigt werden, um die Nahrung vorzuverdauen. Er kaut ja auch nicht darauf herum, sondern schlingt ganze Brocken herunter. Dass mag für den Menschen befremdlich wirken, oder gar erschreckend, uns wird ja schon als Kind dauernd wiederholt, dass wir kauen sollen; für den Hund ist es jedoch vollkommen natürlich, die Anti-Schling Näpfe sind dementsprechend nicht nur unnötig, sondern genauso angebracht, wie für den Mensch das Schlucken von rohen und unzerkauten Gulaschstücken. Sein Magen enthält im Vergleich zu Ihrem anteilig ca. die zehnfache Menge Salzsäure. Wenn er verdaut, erreicht er einen spitzen-pH-Wert von unter 1 (wir kommen auf läppische 4-5). Damit diese Säureproduktion allerdings in Gang kommt, braucht der Hund einen Startreiz und dieser ist Fleisch! Der Verdauungsvorgang selbst geht dann sehr schnell, innerhalb von höchstens 24 Stunden sind Fleisch und Knochen vollständig verdaut. Zum Vergleich: ein Planzenfresser benötigt für die gleiche Aufgabe vier bis fünf Tage. Aufgrund seiner Anatomie (einem relativ grossen Magen und einen kurzen Verdauungstrakt), ist der Hund nicht auf das Verdauen von Getreide spezialisiert, sein Magen-Darmtrakt würde Jahrtausende benötigen, um sich darauf einzustellen. Derweil wundern wir uns, dass ihm das Futter, welches wir ihm vorsetzen, nicht bekommt. Das BARF-Konzept (Bones And Raw Food bzw. Biologisch Artgerechte Richtige Fütterung) gründet auf der Idee, den Hund gemäss seiner Wolfsnatur zu ernähren, mit überwiegend rohem Fleisch und Knochen, Innereien, sowie Gemüse, Obst, hochwertige Öle und anderen natürlichen Seite 14 Pudelzucht von Quellenberg an der Mühl Nahrungsergänzungen. Seit den Anfängen, hat sich dieses vernünftige Ernährungskonzept (zurück zum Ursprünglichen) sehr verbreitet, was die Umsetzung einfach macht (anfangs waren die Produkte schwer zu bekommen). Als Menü gibt es rohes Fleisch vom Rind oder Geflügel, Hühner-/Entenhälse, Geflügelkarkassen, Wachteln, Putenhälse, Hühnermägen, Innereien wie Leber und Herz von Huhn und Rind, Pansen, Blättermagen, Brustbein, Gurgel und Schlund, sowie Schaf und Rotwild. Schweine- /Wildschweinfleisch darf nicht gegeben werden, da dieses im rohen Zustand einen für Hunde tödlichen Virus tragen kann. Die Malzeiten bestehen ausserdem aus ca. 15% im Mixer püriertem Gemüse und Obst sowie Kräutern. Nur als Brei sind diese für Hunde zu verdauen, ohne Zerstörung der Zellwände wären sie nicht verwertbar. Ein wenig Oel darüber ermöglicht die Aufnahme der nicht wasserlöslichen Vitamine. Wer seinen Hund barfen will, muss alles roh geben (bis auf einige Gemüsesorten). Durch Abkochen werden bekanntlich Vitamine, Mineralstoffe und andere natürliche Inhaltsstoffe zerstört. Gekochte Nahrung ist ausserdem weniger verdaulich für den Hund und erhitzte Knochen werden zur Gefahrenquelle: sie trocknen aus und splittern. Viele Menschen haben Angst, dem Hund Knochen zu geben, das ist verständlich. Bedenken Sie bitte, dass bei den meisten Unfällen gekochte, gebackene oder gegrillte Knochen (sprich Essensreste) gegeben wurden. Sie sollten nur rohe Knochen geben, und wenn Sie Angst haben, der Hund könnte diese ganz schlucken, sehr grosse nehmen. Abends füttern, wenn Sie dabei sind. Die Vorteile von BARF sind überzeugend: - Das Fell glänzt und ist gesund - Mundgeruch oder Hundegeruch ensteht kaum - die Zähne bleiben viel sauberer, kaum Zahnsteinbildung - das Immunsystem wird gestärkt, der Hund bleibt gesünder - die Sehnen und Bänder werden gestärkt, arthritische Erkrankungen werden gemindert - die Muskulatur wird besser - die Allergien schwinden (Tierärzte lassen mittlerweile Hunde mit Allergien auf BARF umstellen) - Welpen wachsen langsamer und gleichmässiger (besser für die Knochen) - Darmparasiten sind viel seltener - das Risiko einer Magendrehung (hoch bei Trockenfutter) wird drastisch reduziert - die Kotmengen schwinden, da nichts unverwertbares gefüttert wird. Die Häufchen riechen kaum. Bisher war barfen für „Otto Normalhundehalter“ nicht so einfach, es war schwer an die Informationen heranzukommen und dann erst an die Produkte... Wer keinen guten Draht zum örtlichen Schlachter hatte, gab sich da geschlagen. Zum Glück gibt es mittlerweile Fertigprodukte in Tiefkühlform (oder sogar als Trockenfutter, im Urlaub sehr praktisch), die es möglich machen, den Hund naturgemäss korrekt zu ernähren. Da der barfende Hund das Futter weit besser verwerten kann und nicht unnötige Füllstoffe essen muss, ist die verfütterte Menge geringer (ca. 2-3% seines Körpergewichtes reichen, je nach Lebensumständen), und der Kostenfaktor ist überraschend positiv. Es gibt mittlerweile spezialisierte Unternehmen, die Fertig-BARF tiefgekühlt verschicken: z.B. 1 kg Rindmischung Fertig-BARF inkl. Gemüse, Oele... für 2,59 euro, wobei ein 7 kg Hund ca. 140-210 gr pro Tag bekommt, je nachdem ob er auf dem Sofa dem süssen Leben fröhnt, oder draussen herumrennt und/oder zusätzlich einiges bekommt, wie getrocknete Ohren (bitte auch keine getrockneten Schweineprodukte, auch diese können den Virus enthalten) oder Trocken-BARF Pellets, bzw. Käsestückchen als Erziehungsmotivation. Die Liefer- und Verpackungskosten kommen allerdings hinzu, es lohnt sich grosse Mengen abzunehmen. Eine schnelle Kalkulation ergibt, dass Sie für 90 euro (28 kg TK-Fertig-Barf bei Ihnen zu Hause geliefert inkl. Verpackung und Transport) und bei einer täglichen Ration von 150 gr, Ihren Vierbeiner 6 Monate lang gut ernähren können ! Bei einer Menge von 180 gr sind es immer noch 5 Monate Futter für 90 euro und Sie mussten nicht mal etwas schleppen. Selbst wenn Ihr Hund eine 250 gr Packung pro Tag verdrückt, ist er fast 4 Monate lang für das Geld versorgt. Sie können sich im Internet schlau machen, unter „Barfen“ finden Sie viele gute Seiten mit Informationen, es gibt auch entsprechende Literatur und sogar ein Magazin. Fertige Futterpläne sind als PDF-Dokumente kostenlos zu downloaden und die grösste Hürde wird wohl das Seite 15 Pudelzucht von Quellenberg an der Mühl Zerschneiden von Blättermagen oder grünem Pansen sein (der Geruch ist... na, ja... Gewöhnungssache), empfindlichere Personen sollten da besser auf TK-Ware umsteigen. Das Einzige, worauf Sie Wert legen sollten, ist nicht einfach „wild“ drauf loszubarfen. Damit der Hund nicht Mangelerscheinungen hat, gehört schon ein Mindestmass an Sachkenntnis dazu, mit „einfach rohes Fleisch und nichts anderes reinschieben“ ist es nicht getan. Dies ist der Grund, weshalb einige Tierärzte BARF ungerne sehen. Die durch mangelnde Kenntnis der Herrchen falsch gebarften Hunde, landen irgendwann in der Praxis. Also, nicht nur auf zwei gelesene Zeilen verlassen, sondern sich mit entsprechender Literatur (Bücher, spezialisierte Internetseiten) schlau machen. Denken Sie daran: Die Arbeit mit der Suche nach gutem Futter machen Sie sich nur einmal, danach haben Sie ja das richtige Produkt gefunden und sind über Jahre sicher, dass Ihr Haustier gut versorgt ist. Das spart Ihnen mehr als Sie denken, denn ein gesund ernährter Hund, geht weniger zum Tierarzt und die Rechnung geht da schnell auf. Die Tierärzte sehen seltener korrekt gebarfte Hunde, da können sie meine fragen. Sie ist auch für diese Ernährungsart, wenn sie richtig angewandt wird, und ist sehr froh über meine durchaus gesunde Hund. Praktische Informationen: Auf eine gesunde Ernährung umstellen Regelmässig kommen Menschen auf mich zurück, mit der Bemerkung, ihr Hund sei krank, seitdem er gebarft wird oder BARF-Trockenfutter erhält. Diese Personen gehen dann zurück zu ihrem alten Futter schlechter Qualität, da diese ja "sichtbar bekömmlicher für den Hund sind". Dabei ist es immer der gleiche Fehler, der gemacht wird: das Verdauungssystem des falsch ernährten Hundes verliert seine Leistungsfähigkeit und kann nicht mehr einfach auf Knopfdruck Frischfleisch und Knochen verdauen. So lassen sich schlecht ernährte Hunde, ohne sie je zu treffen, direkt am Kommentar ihrer Herrchen erkennen: "oh nein! Ich kann meinem Hund keine Knochen geben, er wird davon krank!". Aha! Ein gesunder Hund kann Knochen nagen, sobald er Zähne hat und bis in's hohe Alter, solange er solide Zähne hat, wobei diese Beschäftigung für gute Zähne sorgt. Wie soll ich dann umstellen? Wechseln Sie nie von einem Tag auf den anderen. Falls Sie z.B. entscheiden, auf qualitativ besseres Trockenfutter umzustellen, mischen Sie wie folgt: 1/5 neues Trofu in 4/5 altes und geben Sie dies mindestens eine Woche lang. Stellen Sie keine Verdauungsschwierigkeiten fest, steigern Sie auf 1/4 neues Trofu während einer Woche, dann 1/3 während 2 Wochen, dann mischen Sie 1/1 während einem Monat. Beobachten Sie Ihren Hund dabei immer gut. Falls die Umstellungsphase gut verläuft, gehen Sie auf die nächste Stufe, sollten sich Verdauungsschwierigkeiten abzeichnen, gehen Sie einen Schritt zurück und ganz vorsichtig weiter. Der Hund muss eine normale Magensäure aufbauen, das kann schon dauern, wenn er jahrelang falsch ernährt wurde. Achten Sie auch auf die Ausscheidungen, diese müssten nach und nach abnehmen. Wie oft sollte ich den Hund füttern? Ein Hund sollte nicht nur einmal am Tag gefüttert werden. Die Hunderasse hat eine Tendenz zu Magendrehungen und dieser lebensbedrohliche Zustand wird durch einmaliges füttern von Trockenfutter gefördert (die Brocken blähen im Magen auf). Eine Gegenmassnahme ist die zweimalige Fütterung, die Portion wird aufgeteilt und morgens sowie abends gegeben. Füttern Sie bitte nicht 3 mal am Tag, das zwingt den Magen, permanent zu arbeiten und er braucht Ruhephasen. Eine gute Idee, um Ernährungsmängel vorzubeugen Si möchten Ihren Hund barfen, befürchten aber Ernährungsmängel, da gibt es einen ersten sehr einfachen Ansatz: eine der beiden täglichen Fütterung sollte aus BARF (frisches Fleisch, Knochen, Seite 16 Pudelzucht von Quellenberg an der Mühl Seite 17 Gemüse usw) bestehen, gerne auch Fertigbarf aus der Tiefkühltruhe, die andere aus hoch- qualitativem Trockenfutter nach BARF Prinzip. Es gibt zusätzliche Vorteile, wenn Sie den Hund so ernähren: Sie können das Trofu füttern, wenn der Zeitmangel am grössten ist, ausserdem ist der Hund weiterhin an Trofu gewöhnt und das ist bei Reisen sehr praktisch. Leckerlies Vergessen Sie nicht, diese von der täglichen Futtermenge abzuziehen, sonst haben Sie letztendlich eine Wurst auf Beinen. Geben Sie auch nicht gedankenlos irgend etwas, lesen Sie auch hier die Etiketten, denn gerade Leckerlies enthalten Unmengen Farbstoffe, schädliche Konservierungsmittel und Antioxidanten, sowie Zucker. Eine gute Idee: es gibt trockene Hühnerbrust im Handel, die lässt sich in kleine Stücke schneiden (ein wenig aufwendig), oder kleine Stücke Trockenfleisch. Ist mein Hund zu dick? Manche Hund tun einem wirklich leid, sie sehen aus wie Cherry-Fässer auf Beinen, anstatt muskulös und beweglich zu sein. Ihr Rücken geht kaputt und die Gesundheitsprobleme sind vorprogrammiert. Es ist kein Geheimnis, un dicker Hund frisst zuviel, bewegt sich nicht genug und bekommt meist Unmengen Leckerlies (statt Krabeleinheiten). Vergessen Sie das wiegen, wenn Sie feststellen wollen, ob der Hund zu dick ist oder zugenommen hat. Das Gewicht ist auch von der Muskelmasse abhängig, so kann ein 8 kg StandardHund unförmig sein und ein 9 kg Hund dagegen ein muskelbepackter Sportler ohne ein Pfitzelchen Fett. Die folgende Methode ist der beste Indikator: der Hund muss dabei stehen, streicheln Sie beidseitig über die Seiten des Brustkorbs. Si müssen deutlich die Rippen unter der Haut spüren, spüren Sie diese nur undeutlich, ist der Hund zu dick, spüren Sie die überhaupt nicht, ist es kritisch. Hundi wird viel laufen müssen, alle Leckerlies sollten verschwinden und es sollte konsequent ein Drittel weniger, als die vom Futterhersteller angegebene Menge pro Tag gefüttert werden. Es ist schwer, dies durchzuhalten, aber es ist der Preis seiner Gesundheit.